Mitreden statt abwarten!

Jahreshauptversammlung Fanprojekt SCP
Jahreshauptversammlung Fanprojekt SCP

Was macht ein Preußenfan am 19. Juni eines Jahres? Meistens erfreut er oder sie sich am nahenden Ende der Sommerpause. Oder einfach nur an der Zahlenkombination 19.06. die man beim Blick aufs Datum den ganzen Tag bestaunen darf. Im Jahr 2019 kommt aber am 19. Juni etwas besonders Spannendes dazu: Das Fanprojekt lädt ab 18 Uhr zum Stadion-Workshop im FANport.

Sommerpause ist jedes Jahr

Und bevor das gleich in den Kommentaren losgeht: Ja, an dem Tag hat unser Team ein Testspiel gegen eine Dülmener Stadtauswahl in Buldern. Aber ich sage mal ganz ehrlich: Testspiel ist jeden Sommer, Stadionumbau nur einmal im Leben! Jetzt gibt es eine Möglichkeit, ein paar Ideen für die Zukunft loszuwerden und die sollte dann auch genutzt werden. Bratwurst und Bierchen am Bezirksliga-Platz klappt bestimmt auch in der Sommerpause 2020. Und die sportlich richtig spannenden Vergleiche gegen Groningen und Almelo kommen ja erst im Juli.

So! Jetzt haben wir das geklärt. Was genau hat sich das Fanprojekt da ausgedacht? Die Teilnehmenden werden in die vier Themengruppen „Außengelände“, „Tribünen von Außen“, „Im Inneren“ und „Fanblöcke“ unterteilt. Was da alles dazugehört, gibt das Fanprojekt auch an. Eine (unvollständige) Aufzählung: Parkplätze, Kassen, Vorplatz, Einlass, Toiletten, Catering, Tribünenzugänge, Zäune, Wellenbrecher, Zaunfahnenplätze und Farbgestaltung. Wahrscheinlich ist so manchem beim Lesen schon eine eigene Idee gekommen.

Deine Idee für unser Stadion

Die ganze Geschichte soll ungefähr bis 22 Uhr dauern. Für Würstchen, Salat und Getränke ist gesorgt. Und da am nächsten Tag Feiertag ist, dürfen wir alle auch ein bisschen länger aufbleiben. Warum ist dieser Workshop jetzt wichtiger als ein Testspiel? Die Ergebnisse des Abends werden dem Projektteam Stadion vorgestellt. Also erfährt nicht nur die Vereinsführung, sondern auch die Verwaltung rund um OB Markus Lewe von den Ideen der Preußenfans für unser umgebautes Zuhause an der Hammer Straße. Ein direkter Draht ins Rathaus sozusagen!

Welche unserer Ideen am Ende umgesetzt werden, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber wir sollten jede Einflussmöglichkeit nutzen, die wir kriegen können. In der neuen Heimkurve soll es keine Zäune geben? Schlagt es vor! Statt blanker Betonflächen soll es möglichst viele Preußen-Graffitis geben? Schlagt es vor! Es soll im Stadion nicht nur einen Fanshop, sondern auch ein kleines Museum über unsere Preußen geben? Schlagt es vor!

Warten lohnt sich nicht

Wenn ihr jetzt sagt: „Ich warte erstmal ab, wann die Bagger rollen! Ein Workshop macht den Bau nicht schneller“, dann kann ich euch nur zu eurer Kurzsichtigkeit gratulieren. Denn wenn die Bagger rollen, ist es für eure Ideen zu spät. Dann wird einfach gebaut. Dann steht am Ende vielleicht eine schäbige Blechbude wie in Wiesbaden, Paderborn oder Lotte. Dann sagt man zu euch: „Warum ist dir das nicht früher eingefallen?“ Dabei war eure Idee schon immer da und ihr habt nur keine Gelegenheit genutzt, sie auszusprechen.

Deshalb der Appell: Mitreden statt Abwarten! Zeigt der Stadt und dem Verein, dass die Mühe für das neue Stadion lohnt. Weil es in Münster Fans gibt, die sich Gedanken über Ihren Club und dessen Zuhause machen. Und vielleicht wird eine eurer Ideen auch wirklich umgesetzt und ihr könnt euren Enkeln eines Tages erzählen: „Guck mal! Das war damals meine Idee.“

Alle zusammen für Preußen Münster!

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