Wir können uns unserem Trainer Sascha Hildmann nur anschließen, der nach dem Spiel sagte: „Das macht echt Bock auf mehr!“. Mehr Bock auf Fußball, mehr Bock auf Stimmung, einfach mehr Bock auf das Ganze, was gerade beim SC Preußen Münster abgeht! Am gestrigen Abend war es über 90 Minuten hinweg eine fantastische Mannschaftsleistung. Die Sportfreunde aus Lotte hatten absolut nichts zu melden und wurden fast das gesamte Spiel über hinten eingeschnürt. Am Ende stand ein hochverdientes 2:0 für die Preußen auf der Anzeigetafel. Ein Sieg vor 5.136 Zuschauern, welcher hätte ruhig noch deutlicher ausfallen müssen.
Gleiche Startelf
Sascha Hildmann schickte die gleiche Startelf auf den Rasen, die auch gegen Gladbach II das Vertrauen des Trainers genoss. Henok Teklab, der noch angeschlagen aus dieser Partie gegangen war, meldete sich rechtzeitig fit zurück. Einzig Denis Bindemann gesellte sich noch zu den fehlenden, um Langlitz, Thiel und Kwadwo dazu und musste den Sieg gegen Lotte von der Tribüne aus verfolgen.
Preußen überlegen
Die Preußen starteten hoch motiviert in die Partie und ließen den Sportfreunden aus Lotte von Beginn an wenig Ballbesitz und vor allem wenig Luft zum Atmen. Bereits nach 6 Minuten konnte Schwadorf den ersten Abschluss für den SCP verzeichnen. Bei der anschließenden Ecke verpasste Scherder nur knapp. Immer wieder kamen die Preußen über die Außenbahnen zu guten Möglichkeiten. Das einzige Manko, worüber auch im Vorfeld etwas gesprochen wurde, ist und bleibt die Chancenverwertung der Preußen.
Alles andere lief wie ein gut geölter Motor. Pressing, Laufbereitschaft, Stellungsspiel und Aggressivität passten an diesem Tag. Vor allem Henok Teklab konnte seine Dribbelkünste auf der rechten Seite immer wieder zeigen und dribbelte ein ums andere Mal die Defensive von Lotte schwindelig.
In der 25. Minute platze der Knoten dann endgültig, als Jules Schwadorf auf Thorben Deters durchsteckte und dieser den Ball mit Links in die Maschen beförderte. Es war die hochverdiente 1:0 Führung für Adlerträger. Anschließend verzeichneten die Preußen fast im 3-Minuten-Takt neue Tormöglichkeiten, hatten aber entweder vor dem Kasten von SFL-Schlussmann Luyambula nicht die nötige Ruhe oder ein Fuß der Lotteraner Defensive war dazwischen.
So mussten sich alle in der Antik-Arena noch bis zur 42. Minute gedulden, ehe Borgmann sich über die Seite durchsetzte und sein Pass/Schuss von einem Lotte-Verteidiger mit der Hand geblockt wurde. Schiedsrichter Severins zeigte direkt auf den Punkt und Gerrit Wegkamp schnappte sich die Kugel. Sicher verwandelte unser Stürmer er den Handelfmeter rechts unten und ließ Luyambula keine Chance. So ging es auch in die Kabine.
Preußen lassen nichts anbrennen
Auch in den zweiten 45 Minuten ging es nur in eine Richtung, auf die Westkurve. Die Preußen erspielten sich immer wieder gute Möglichkeiten, waren aber fahrlässig beim Abschluss. Was solls. Von Lotte kam wenig bis nichts. Man war schon mit der Defensivarbeit gegen die Preußen gut ausgelastet und wollte wohl irgendwie nur noch diese zweite Halbzeit überleben.
Nennenswert ist allerdings, dass sich Henok Teklab den verdienten Applaus in der 72. Minute abholen und Neuzugang Luke Hemmerich zu seinem ersten Einsatz kommen durfte. Auch er zeigte in einige Szenen, über welches Potenzial er verfügt und setzte sich gekonnt über die rechte Außenbahn durch. Er wird ebenfalls ein Spieler sein, über den sich die Preußen Fans in den kommenden Wochen und Monaten freuen werden.
Bis zum Ende spielten die Preußen (außer vor dem Tor) die Partie konzentriert runter. Ließen defensiv so gut wie gar nichts zu und durften jubeln, als Schiedsrichter Tobias Severins die Partie pünktlich abpfiff.
Stimmung!!!
Das neue Kollektiv um „Fede Nerblo“ stand erstmalig mit Zaunfahne im Block und gab richtig Gas. Kurzfristig rief man vor dem Spiel dazu auf, in die Kurve zu kommen. Es rauchte, Bengalos gab es auch. Aber geschenkt. Es war ein toller Support über 90 Minuten und es hatte nun endlich wieder ein richtig joveles Fußball-Feeling bei einem Heimspiel. Meine Eltern, die unweit vom Stadion wohnen, haben dies sogar in den eigenen vier Wänden bei offenem Fenster miterleben dürfen, da die Stimmung im weiten Rund so prächtig und laut gewesen ist. So darf und muss es weiter gehen. Zurück zu einem wichtigen Stück Normalität im Fußball!
Am Sonntag (14 Uhr) geht es für den SC Preußen in das vierte Spiel der Saison. Dann ist man zu Gast beim FC Wegberg-Beeck.