Die Preußen und das Rätsel in der Abwehrzentrale

2021/2022 - Vorschau - VFB Homberg - SC Preußen Münster
Auf die Preußen wartet ein körperbetontes Spiel. Julian Schauerte versucht sich im Kampf um den Ball durchzusetzten. Foto: SCP

Die Vorzeichen sind klar. Der SC Preußen reist als Favorit nach Duisburg, wo am morgigen Samstag um 14 Uhr der VFB Homberg den Adlertross empfängt. Doch welches Personal Trainer Sascha Hildmann ins Rennen schickt, darüber lässt sich im Moment nur spekulieren. In den letzten beiden Partien, mit denen alle, die es mit dem Adler halten, zufrieden sein dürften, wurde mit einer Dreierkette gespielt. Dass diese Umstellung aufging, muss man nach dem 2:0-Heimerfolg gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf und dem torreichen 5:2-Westfalenpokal-Sieg gegen den SV Lippstadt unter der Woche wohl nicht näher erläutern.

Dreier- oder doch wieder Viererkette?

Eigentlich könnte man meinen, dass man am System nichts mehr verändern muss. Die Mannschaft setzt die Vorgaben erfolgreich um und fährt auch die passenden Ergebnisse ein. Und auch die Abwehrzentrale um Hoffmeier, Ziegele und Borgmann wusste zu überzeugen. Warum also was ändern?

Grund dafür ist die Sperre von Marcel Hoffmeier, der gegen Düsseldorf seine fünfte Gelbe Karte sah. Simon Scherder dreht inzwischen zwar wieder seine Runden auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz kommt für ihn allerdings noch zu früh. Wer könnte also der dritte Part in der Abwehrkette neben Robin Ziegele, der inzwischen gut in der Mannschaft angekommen ist, und Jannik Borgmann werden? Julian Schauerte kommt nicht infrage, zu überzeugend waren seine Auftritte als alleiniger Schienenspieler. Bleiben also noch die beiden U23-Spieler Jano Ter-Horst oder Sven Rüschenschmidt, die im Abwehrzentrum aushelfen könnten. Kommt es zu einer Überraschung oder gibt es wieder eine Systemumstellung zur Viererkette? Wir werden es wohl erst sehen, wenn morgen die Aufstellungen bekannt gegeben werden. Die Lösung des Falls „die Preußen und das Rätsel in der Abwehrzentrale“ kennt wohl nur Sascha Hildmann.

Neben den Langzeitverletzten wird dabei auch Manuel Farrona Pulido nicht auf dem Spielberichtsbogen auftauchen. Er ist zwar zurück im Training, jedoch könnte er erst für das Spiel in Bonn zu einer Alternative werden. Bei Thorben Deters, der zuletzt zweimal als Joker ins Spiel kam, muss abgewogen werden, ob man ihn von Beginn an auf das Feld schickt. Marvin Thiel wird trotz einer Prellung am Mittelfuß im Kader stehen. Hildmann betonte bei der Pressekonferenz vor der Partie, dass sich einige Spieler aus dem Westfalenpokalspiel aufgedrängt haben. So haben neben Dominik Klann auch Jan Dahlke, Denniz Bindemann und Kevin Schacht auf sich aufmerksam machen können. Den Schwung und das Selbstvertrauen sollen sie mit in das nächste Spiel nehmen.

Geduldig bleiben

Ganz egal, wer morgen auf dem Platz stehen wird, alle Akteure können sich auf ein Spiel einstellen, indem Geduld gefragt sein wird. Der VFB Homberg steht als 19. der Tabelle mit gerade einmal vier erzielten Toren mit dem Rücken zur Wand. Hildmann geht davon aus, dass sie mit allen Mitteln verteidigen werden und eher das Spiel zerstören wollen, statt aktiv mitzuspielen. Es wird also darauf ankommen, auf die Chancen zu warten und sich nicht auf die Spielweise der Homburger runterziehen zu lassen.

Der Platz im PCC-Stadion wird ebenfalls nicht dafür sorgen, dass die Preußen ihre technische Finesse auf dem Platz zeigen können. Es wird wohl eher darauf hinauslaufen, mit einem einfachen Spiel, Flexibilität, langen Bällen und Seitenverlagerungen zum Erfolg zu kommen. Das wird jedoch nur gelingen, wenn die Mannschaft die Gegebenheiten annimmt und die nötige Gier auf dem Platz zeigt.

Homberg? Da war doch was…

Für den VFB geht es ums nackte Überleben in dieser Saison. Gegen die Preußen hat die Mannschaft von Trainer Sunay Acar nichts zu verlieren. Seit dem 28. August sind sie ohne Sieg und auch bei ihren Heimspielen konnten sie bislang erst zwei Punkte holen.

Wenn man sich die aktuelle Lage anschaut, wäre es nicht verwunderlich, wenn die Laune bei einigen Verantwortlichen im Team nicht so gut wäre. Was nach dem 1:0-Auswärtserfolg im Februar dieses Jahres vonseiten des Vereins veröffentlicht wurde, zeigt aber, dass jemand dort entweder einen schlechten Tag hatte oder vielleicht sogar ein schlechter Verlierer ist.

Für alle die nicht mehr wissen, worum es ging: Nachdem Joel Grodowski die Preußen mit 1:0 in Führung brachte, kam es in der 68. Minute zu einem Zweikampf zwischen dem Homberger Ahmad Jafari und Alexander Langlitz. Der Schiedsrichter zeigte daraufhin Jafari die Gelb-Rote-Karte. Soweit so gut. Im offiziellen Spielbericht  wurde dann von einer „peinlichen Heulshow“ vor der Gelb-Roten-Karte und einem Foul vor Grodowskis Treffer, „dass alle Anwesenden im Stadion deutlich gesehen haben“, berichtet. Da musste sich wohl einer den Frust von der Seele schreiben.

Und ein kleiner Funfact zum Schluss: Morgen könnte es wieder zum direkten Duell zwischen Alexander Langlitz und Ahmad Jafari kommen. Wir dürfen gespannt sein, ob die „Heulshow“ der Homberger nach der Partie in die zweite Runde geht. In diesem Sinne:

Alle zusammen für Preußen Münster!


Stimmen von Nullsechs.TV

Der Spieltag

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Fr, 15. Okt 2021
- 18:30
Fortuna Düsseldorf II
5 1
FC Schalke 04 II
Regionalliga West 2021/2022
Fr, 15. Okt 2021
- 19:00
Rot Weiss Ahlen
2 6
1. FC Köln II
Regionalliga West 2021/2022
Fr, 15. Okt 2021
- 19:30
FC Wegberg-Beeck
1 0
Borussia Mönchengladbach II
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SV Straelen
2 0
KFC Uerdingen
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Sa, 16. Okt 2021
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Rot-Weiss Essen
0 0
SC Wiedenbrück
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Sa, 16. Okt 2021
- 14:00
Wuppertaler SV
1 1
Rot-Weiss Oberhausen
Regionalliga West 2021/2022
Sa, 16. Okt 2021
- 14:00
SC Fortuna Köln
4 2
SV Lippstadt 08
Regionalliga West 2021/2022
Sa, 16. Okt 2021
- 14:00
VfB Homberg
2 2
SC Preußen Münster
Regionalliga West 2021/2022
Sa, 16. Okt 2021
- 14:00
Sportfreunde Lotte
0 2
Bonner SC
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Sa, 16. Okt 2021
- 14:00
SV Rödinghausen
1 1
Alemannia Aachen
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