Drei Punkte im letzten Heimspiel des Jahres

2022/2023 - Spielbericht - SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - 2:0
Quelle: SCP

Zum letzten Heimspiel des Jahres 2022 gastierte der SC Wiedenbrück im eiskalten Preußenstadion. Trotz der Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und des eher uninteressanten Gegners, lockte die Partie über 8.000 Zuschauer an, was sich die Mannschaft angesichts der vergangenen Partien und des überragenden Jahres zweifelsohne verdient gehabt hat.

Schwarz-Weiß-Grün ist bunt

Im Rahmen des Heimspiels organisierte der SCP einen Aktions-Spieltag mit dem Claim „Schwarz-Weiß-Grün ist bunt“, wobei sich Fans an verschiedenen Ständen im Eingangsbereich zu Themen wie der Diversität rund um den Fußball und um Preußen Münster informieren konnten. Zudem wurden in einem aufgestellten Fanshop eigens entwickelte Trikots und weitere Kleidungsstücke verkauft, die das Motto aufgriffen. Insbesondere die Trikots erfreuten sich großer Beliebtheit und waren bereits vor dem Anpfiff restlos ausverkauft. Es ist ein schönes Signal, dass den Münsteranern offenbar viel an der Vielfältigkeit in der Gesellschaft liegt und auch der Verein offen mit dem Thema umgeht und Flagge zeigt.

Denn eines muss immer jedem klar sein: Das Motto, welches wir Fans Woche für Woche in den Stadien ausrufen, ist mehr als nur ein platter Spruch: „Alle zusammen für Preußen Münster“ bedeutet, dass wir eine große Gemeinschaft sind, die durch die Verbundenheit zu unserem Sportclub gelebt wird. Wir unterstützen uns alle gegenseitig und niemand darf wegen seiner Hautfarbe, Nationalität oder Sexualität ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Denn jede*r, der oder die den Adler im Herzen trägt, ist ein wichtiger Teil von unserem Verein!

Preußen dominiert von Beginn an

Auf dem Feld nahm Preußen-Coach Sascha Hildmann zwei Veränderungen vor. Da Niko Koulis verletzungsbedingt passen musste, nahm Simon Scherder seinen Platz in der Verteidigung ein. Zudem rückte Thorben Deters, der mit einer auffällig grauen Haarpracht auffiel, für Shaibou Oubeyapwa in die erste Elf.

Die Münsteraner starteten überraschend dominant in die Partie und erarbeiteten sich sofort eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen. Alle Strafraum-Aktionen der Adlerträger aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, weil den Wiedenbrückern die Bälle in der ersten Hälfte reihenweise um die Ohren flogen. Die Westfälischen Nachrichten zählten in den ersten 20 Minuten bereits neun dicke Chancen, doch ein Tor wollte daraus noch nicht fallen. Besonders Teklab, Wooten und Wegkamp waren nah dran am Führungstor.

Auch in der Folge schnürten die Preußen ihren Gegner in der eigenen Hälfte ein und machten ein in jeder Hinsicht fabelhaftes Spiel. Einziges Manko: Die Chancenverwertung. Gerächt hätte sich dieser Umgang mit dem eigenen Chancenwucher beinahe nach 30 Minuten, doch Schulze Niehues reagierte nach einer Ecke glänzend und konnte den Rückstand verhindern. Diese Chance für Wiedenbrück sollte auch die einzige Großchance für die Ostwestfalen bleiben. Trotz der Überlegenheit ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Schnelle Führung nach dem Wiederanpfiff

Nach der Pause ergab sich den frierenden Fans, die immerhin durch ein unterhaltsames Fußballspiel erwärmt wurden, ein ähnliches Bild. So dauerte es nur etwa eine Minute, bis Wooten den gut aufgelegten SCW-Keeper Hölscher zu einer Rettungstat zwang. Der Bann brach dann aber nach 48 Minuten, als Lorenz eine Flanke in den Strafraum brachte, die Verteidiger Alex Hahn via Kopf zum hochverdienten 1:0 verwerten konnte.

Nach dem Führungstreffer wurden die Gäste etwas mutiger und gaben ihre defensive Formation etwas auf. Sie wurden zunehmend aktiver und versuchten, den Tabellenführer auch unter Druck setzen. Dies gelang zwar selten wirklich gefährlich und die Münsteraner behielten weitestgehend die Spielkontrolle, doch entschieden war die Partie angesichts des knappen Vorsprungs noch lange nicht. Da die Preußen auch im weiteren Verlauf ihre zum Teil guten Chancen nicht nutzen konnten, wurde die Schlussphase des Spiels zu einer echten Zitterpartie und das nicht nur wegen des Wetters.

Erlöst wurden die Münsteraner dann endlich in der zweiten Minute der Nachspielzeit. SCW-Torhüter Hölscher war bei einem Standard mit vorne, sodass der eingewechselte Frenkert den ebenfalls eingewechselten Oubeyapwa auf die Reise schicken konnte, der den Ball nur noch in das leere Tor befördern musste. Gerade für Frenkert war dies ein besonderer Moment, da er seine ersten Spielminuten seit einem halben Jahr verletzungsbedingter Pause feiern durfte und der Mannschaft gleich mit einem Assist helfen konnte. Mit dem Tor ertönte auch der Schlusspfiff im Stadion, sodass ein 2:0-Heimsieg gefeiert werden konnte.

Nach dem Spiel versammelte sich noch eine stattliche Anzahl an Fans auf dem von Fanprojekt organisierten Weihnachtsmarkt, die sich noch bis in die tiefe Dunkelheit hinein bei Bratwurst, Kartoffeln, Eintopf, Keksen, Glühwein und Bier über das erfolgreiche Fußball-Jahr 2022 unterhielten und den SC Preußen Münster feierten.

Winterpause? Ja oder nein?

Ob das Spiel am Samstag das letzte Spiel vor dem Jahreswechsel war, steht noch in den Sternen und soll Anfang der Woche entschieden werden. Der potenzielle Gastgeber aus Bocholt ist durch katastrophale Organisationsfehler Stand jetzt nicht in der Lage, sein Heimspiel gegen die Adlerträger auszurichten. Ob sich daran noch was ändert, werden die nächsten Tage zeigen. So oder so steht aber fest: Die Preußen gehen mit einem dicken Punktepolster als Tabellenführer in die Winterpause!

Alle zusammen für Preußen Münster!


Daten zum Spiel

SCP: Schulze Niehues – Scherder, Kok, Hahn – Teklab (Oubeyapwa, 61.), Remberg, Grote, Lorenz – Deters (Atamca, 61.) – Wooten (Langlitz, 74.), Wegkamp (Frenkert, 89.)
Wiedenbrück: Hölscher – Hüsing, Böhmer, Zech (Zahn, 59.), Amedick, Brosowski (Kerkemeyer, 46.) – Lohmar, Geller (Kaptan, 46.), Liehr – Aboagye (Aydinel, 72.), Karahan

Tore: 1:0 Hahn (48.), 2:0 Oubeyapwa (90.)

Gelbe Karten: Teklab, Deters / Geller, Lohmar, Liehr

Zuschauer: 8.056

Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis


Zusammenfassung von sporttotal.tv

Nullsechs.de – Szenen nach dem Spiel

Stimmen zum Spiel von nullsechs.tv


Der Spieltag

Regionalliga West 2022/2023
FC Schalke 04 II
5 0
1. FC Köln II
Regionalliga West 2022/2023
SC Fortuna Köln
2 1
Rot Weiss Ahlen
Regionalliga West 2022/2023
FC Kaan-Marienborn
2 1
SV Straelen
Regionalliga West 2022/2023
Rot-Weiss Oberhausen
1 0
Borussia Mönchengladbach II
Regionalliga West 2022/2023
1. FC Düren
1 1
Alemannia Aachen
Regionalliga West 2022/2023
Fortuna Düsseldorf II
0 0
1. FC Bocholt
Regionalliga West 2022/2023
SC Preußen Münster
2 0
SC Wiedenbrück
Regionalliga West 2022/2023
Wuppertaler SV
4 2
SG Wattenscheid 09
Regionalliga West 2022/2023
SV Rödinghausen
1 2
SV Lippstadt 08
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