Notlösung gesucht: Offensive bleibt weiterhin ausgedünnt vor dem harten Spiel gegen die Ostwestfalen!

Das erste Auswärtsspiel des Jahres steht an und dann direkt so eins. Am Sonntag, dem 25. Januar 2026 reisen wir in die Home Deluxe Arena nach Paderborn und werden ein vermutlich hartes Spiel bekommen. Ein hartes Spiel hatten auch alle Auswärtsfahrer beim Ticketkauf. Wenige Minuten hat es gedauert, bis der komplette Auswärtsblock ausverkauft war. Es soll aber Mittel und Wege geben bzw. gegeben haben, um sich Tickets für den Heimbereich in umliegenden Blöcken zu ergattern.
Der Andrang für dieses Spiel ist groß, hier geht’s aber nicht einfach nur um drei Punkte, sondern wie immer, wenn wir gegen Paderborn ran müssen, um die Bezeichnung des besseren SCPs. Der SC aus Paderborn hat vor dem Spiel angekündigt der aktiven Fanszene einen weiteren Block mit Capo-Pult zuzustehen, damit der Support verstärkt werden kann – nur um dann trotzdem leiser zu sein als Fortuna Köln, naja…
Angespannte Personallage – Ole Kittner ist gefordert.
Bis zum 2. Februar um 20 Uhr hat Kittner noch Zeit, sich etwas ausdenken. Namen kursieren, aber so richtig heiß ist bisher keiner geworden. Worum geht es? Die Personalsituation im Sturm. Aktuell sind nur zwei von den eigentlich fünf Stürmern (Malik Batmaz aufgrund der längerfristigen Verletzung des Kreuzbandes außen vor gelassen) fit. Etienne „Eti“ Amenyido und Oliver „Olli“ Batista-Meier werden also am Sonntag starten. Es fehlt nur einer, der die Abschläge vorne abnehmen kann und die Chancen die er bekommt eiskalt ins Tor vollendet, rein fußballerisch sind Olli und Eti eine Top-Lösung für den Sturm, aber die körperliche Komponente fehlt einfach. Durch die BILD kursieren erste Namen, welche als Notlösung aushelfen sollen für diese Rückrunde.
Ein Name ist Felix Platte (29) soll einer der Kandidaten sein. Der 1,90 m groß gewachsene Stürmer ist seit Juli 2025 vereinslos. In der letzten Saison hat er in zehn Einsätzen ein Tor und zwei Vorlagen beisteuern können. In der Saison davor hat er aus 17 Ligaspielen vier Tore und zwei Vorlagen beisteuern können. Die Statistiken sind nicht krass, aber in unserem Spielsystem mit der Menge an Chancen, die er bekommen kann, sehe ich die Möglichkeit, dass er das ein oder andere Tor mehr machen kann. Das einzige Problem an Platte ist seine nicht unproblematische Verletzungshistorie.
Ein weiterer neuer Name ist Imad Rondic (26), mit ähnlicher Statur wie Platte. Aktuell steht er noch beim 1. FC Köln unter Vertrag (langfristig, bis 2029) ist aber auch aktuell noch ausgeliehen in die erste polnische Liga. Dort ist er aber nicht zufrieden und will wohl zurück nach Deutschland. Diese Saison hat er in 18 Spielen für Rakow Czestochowa kein Tor oder Vorlage gemacht, aber auch generell sind die Torquoten jetzt nie überragend gewesen, auch bei anderen Leihvereinen oder dem vorherigen Verein. Dazu kommt, dass er vermutlich nicht ganz billig wär und ich dementsprechend von einem Transfer absehen würde.
Meine Wunschlösung ist der Gladbacher Jan Urbich (21). Kommt auf 1,88 m Körpergröße und spielt überwiegend in der U23 also Regionalliga West, durfte zuletzt aber im Bundesligaspiel gegen Freiburg erste Minuten schnuppern. Die Leistungen, die er in der Regionalliga zeigt, lassen sich echt richtig sehen. In elf Spielen hat er elfmal geknipst und zwei Tore vorbereitet. Die letzten Spiele hat er aufgrund der Kadernominierungen für die Profis und Pfeifferschen Drüsenfieber verpasst, diese Krankheit sollte aber wieder genesen sein. Diese Konstellation wäre für alle Parteien eine echte Win-Win-Win-Situation. Er kann auf höherem Niveau Spielzeit sammeln, wird auf den Profifußball richtig vorbereitet und wir kriegen jemanden, der weiß, wo die Kiste steht.
Doch nur ein Spiel!
Gegen Karlsruhe haben sich Johannes „Jojo“ Schenk und Paul Jaeckel gemeinsam in den Mist geritten. Leidtragende waren am Ende beide, weil Jaeckel mit Rot vom Platz gestellt wurde und Jojo ein Freistoßgegentor von dem gefährlichsten Fuß der zweiten Liga, Marvin Wanitzek, hinnehmen musste. Aber welche Schlüsse zieht man jetzt aus dem Spiel?
Was man in diesem Spiel klar gesehen hat ist, dass wenn man das komplette Spiel dominiert und sich viele gute Torchancen erarbeitet und selber kaum welche zulässt. Das Ding dann aber einfach nicht macht und den Ball über die Linie drückt, kann man noch so viele Chancen haben, irgendwann wird es einen kleinen Fehler geben, der in dieser Liga eiskalt bestraft wird. In der ersten Hälfte war bis auf die Chancenverwertung alles top. Der Ball ist gut zirkuliert, wir haben schnelle Seiten- und Richtungswechsel sehen können oder sogar Versuche aus der Distanz das Tor zu treffen, aber das nützt alles nicht, wenn keiner das Ding macht. Man muss aber auch anerkennen, dass KSC-Keeper Bernat ein unglaubliches Spiel gemacht, ohne den wär das Spiel zugunsten von uns Preußen in der ersten Hälfte entschieden worden.
Was nehmen wir mit nach Paderborn? In erster Linie erstmal gute Laune und Demut klar ist es eng in der Liga aber trotzdem haben wir häufig genug bewiesen wie wir Fußball spielen wollen und das auch tun können. Auch die Chancenkreation ist eine brutale Stärke von uns, genauso wie die Defensive über weite Strecken gegen den KSC.
Reisegruppe nach Ostwestfalen
Leider hat sich unsere Defensive selber geschwächt, da Paul Jaeckel aufgrund der Rotsperre wieder gegen Nürnberg kommende Woche ran darf, ob dann Paetow oder Koulis oder wer ganz anderes starten wird, lässt sich schwer vorhersagen. Im Tor sehe ich keinen Wechsel. Der Fehler war natürlich sehr unglücklich, aber einem jungen Torwart signalisiert sowas genau das Falsche. „Ein Fehler und du bist raus!“, das setzt junge Spieler enorm unter Druck, Torhüter nochmal eher als bei Feldspielern. Von daher würde ich weiterhin auf Jojo bauen, auch wenn Behrens bereit ist.
Die Defensive wird davon abhängen, wer Jaeckel ersetzt. Vorstellbar ist auch, dass Ter Horst oder Kirkeskov einrücken und dann dafür auf den Außenbahnen entweder Meyerhöfer oder Bolay spielen. Marvin Schulz, der Große, kann sonst auch in der Defensive aushelfen, aber da weiß ich nicht, wie sehr Ende ihn schon belasten will.
Mittelfeld und Sturm dürften wie gegen den KSC unverändert bleiben. Benger hat ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert und auch zweimal den Führungstreffer auf dem Schlappen gehabt. Davor wieder Hendrix und Bouchama, die mir zusammen sehr gut gefallen, besonders Bouchama hat sich enorm gemacht seit Beginn der Saison. Als Zehn dann wieder Sertdemir, der immer mehr Input liefert und sich mehr und mehr an das Preußen-Spiel gewöhnt und seine Qualitäten einbringt.
Olli und Eti sind dann in der Spitze wieder für die entscheidende Torgefahr verantwortlich, hoffentlich dann auch erfolgreicher als letzte Woche. Man muss aber sagen, dass die beiden die sind mit den meisten Treffern. Olli steht bei fünf Toren und drei Assists. Eti kommt auf vier Tore. Zu Olli muss man noch sagen, dass er laut SofaScore auch noch drei Großchancen vergeben hat und sieben (!!) herausgespielt hat. Wenn da vorne noch einer kommt, der ein richtiger Finisher ist, dann könnten wir noch richtig Spaß haben mit Olli und Eti.
Personal des SC Paderborn
Ein Wiedersehen mit Ex-Adler Marcel Hoffmeier wird es auf dem Feld leider nicht geben, da er bis auf Weiteres mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Seit letzter Woche ist auch Abwehrchef Calvin Brackelmann verletzt, der in Kiel erst lange behandelt werden musste und dann auch direkt ins Krankenhaus gekommen ist. Doch mittlerweile liegt eine Entwarnung vor, es ist „nur“ eine Gehirnerschütterung.
Ansonsten ist der Kader von Paderborn sehr breit und variabel, was es schwer macht eine Aufstellung vorherzusehen. Was aber sicher ist, dass Dennis Seimen spielt. Seimen ist eine Leihgabe aus Stuttgart und gilt als riesiges Torwart-Talent und wir schon für nächstes Jahr im Bundesliga-Kader der Schwaben eingeplant. Er zeichnet sich durch ein hervorragendes Passspiel, eine solide Strafraumbeherrschung und gute Reflexe auf der Linie aus.
Wegweiser Spiel!
Auch wenn der SC Paderborn kaum den sportlichen Zielen unseres SCP’s entspricht, wird es ein enorm wichtiges Spiel. Die Tabelle ist sehr eng und da entscheidet wirklich jeder Punkt, Braunschweig auf 16 hat genauso viele Punkte wie Bielefeld auf 12. Jeden Punkt, den wir aus Paderborn entführen können, wird einer, der uns später noch ordentlich helfen kann, wenn es in die entscheidende Phase der Saison geht.
Wir brauchen am morgigen Sonntag die volle Auswärtspower sowohl auf als auch neben dem Platz und dann jetzt auch nochmal der Appell an alle, die bisher kein Ticket ergattern konnten. Vielleicht auch mal im Paderborn-Ticketshop gucken. Damit es dann wieder heißt:
Alle zusammen für Preußen Münster!
