SCP vs. Dresden. Die erste Woche der Wahrheit

Was bleibt vom letzten Wochenende? Vor allem der Eindruck, dass beim SCP gerade etwas schiefläuft. Vorne nur eine einzige Bude – noch dazu durch einen Abwehrspieler erzielt –, hinten gleich zweimal nicht aufgepasst. Viele hätten sich gewünscht, dass der letzte Konter irgendwie unterbunden worden wäre – notfalls auch mit einer rotwürdigen Bremse. Ich habe im Block lange nicht mehr so viele sprachlose, nahezu geschockte Gesichter gesehen.

In Dresden muss etwas passieren

Der Bock muss umgestoßen werden. Gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf muss der SCP gewinnen. Wie das gelingen soll? Das wird wohl in erster Linie Trainer Alexander Ende beantworten müssen.

Dass die Adlerträger Kampfgeist und Moral besitzen, haben sie in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen. Umso wichtiger wird es sein, genau diese Tugenden auch in Dresden wieder auf den Platz zu bringen. Sollte das nicht gelingen, wird die Rückfahrt für die 1.600 bis 1.700 mitreisenden Preußenfans eine lange werden.

Dynamo Dresden hat aus den vergangenen acht Spielen 13 Punkte geholt – genauso viele wie in der gesamten Hinrunde. Gerettet ist die Mannschaft damit selbstverständlich noch lange nicht, doch die Tendenz zeigt klar nach oben. Trainer Thomas Stamm sagte dazu: „Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir werden mit viel Überzeugung und Selbstvertrauen aus den letzten Spielen in die Partie gehen.“

Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

Ein besonderes Augenmerk gilt in Dresden auch Oliver Batista-Meier. Nach seinem Abgang 2024 dürfte er noch eine Rechnung offen haben. Nach eigenem Empfinden wurde ihm die Saison 2023/24 „geklaut“, als seine durchaus erfolgreiche Leihe zum Ligakonkurrenten SC Verl im Winter vorzeitig beendet wurde und er anschließend in die Schweiz weiterverliehen wurde. An Motivation sollte es ihm also keinesfalls mangeln.

Dresden kann nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Lennart Grill als Langzeitverletzter sowie Vinko Šapina mit Rückenproblemen stehen nicht zur Verfügung. Die Kaderbreite ist jedoch groß genug, um vor ausverkauftem Heimbereich weiterhin selbstbewusst auftreten zu können.

Kämpfen und siegen

Es sind die Wochen der Wahrheit: erst Dresden, dann der 1. FC Magdeburg, Holstein Kiel und schließlich die SpVgg Greuther Fürth. Allesamt Gegner aus dem direkten Tabellenumfeld.

Wenn wir einmal ein wenig herumspinnen: vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte – das ergäbe 38 Punkte insgesamt. In den vergangenen 16 Jahren haben 38 Punkte nur ein einziges Mal nicht zum Klassenerhalt gereicht. Also seht zu, dass wir am 11.04. gegen Fürth den Ligaverbleib feiern können. Gut, das ist vielleicht ein wenig weit gedacht. Aber träumen darf man ja wohl noch.

Trotzdem gilt: Schritt für Schritt. Sicher ist, dass es jetzt um alles geht. Die Fans wollen sehen, dass die Adlerträger kämpfen. Sie wollen spüren, dass diese Mannschaft den Abstiegskampf annimmt und sich mit aller Kraft dagegen stemmt. Lieber ein dreckiger Sieg als eine schön herausgespielte Niederlage – selbst dann, wenn sie auf Augenhöhe zustande kommt.

Was den Kader betrifft, hat der SCP aktuell fast schon Luxusprobleme. Trotz der Langzeitverletzten ist die Auswahl, aus der Alexander Ende seinen Spieltagskader zusammenstellen muss, groß. Nicht zur Verfügung stehen natürlich unsere Kreuzbandopfer Antonio Tikvić, Simon Scherder und Malik Batmaz. Hinzu kommen Luca Bolay und Lars Lokotsch, der zwar wieder im Training ist, für den ein Einsatz aber wohl noch zu früh käme. Wer am Ende tatsächlich auf dem Platz stehen wird, erfahren wir ab 12:30 Uhr in den bekannten Tickern und Chatgruppen.

Es wird höchste Zeit, dass zu den bisherigen sechs Punkten in der Rückrunde noch weitere dazukommen. In der aktuellen Situation zählt schlicht und ergreifend nur ein Sieg.

Dresden vor Ort

Das Rudolf-Harbig-Stadion ist im Gästebereich noch nicht ausverkauft. Für Kurzentschlossene wird die Tageskasse geöffnet sein. Am Donnerstag waren noch rund 300 Sitz- und 600 Stehplätze verfügbar. Im Stadion selbst ist sowohl Karten- als auch Barzahlung möglich. Der Sonderzug der Fangemeinschaft ist mit 800 Preußenfans besetzt und fährt um 4:34 Uhr in Münster ab.

Und jetzt mal Bertolt Brecht in einem Vorbericht:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Und ich persönlich habe keine Lust auf Liga 3. Also, Preußen: kämpfen und siegen!

Alle zusammen für Preußen Münster!


Vorbericht Nullsechs.TV

Pressekonferenz Dynamo Dresden

Der Spieltag

2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 13. März 2026
- 18:30
SpVgg Greuther Furth
0.98
xG
1.72
2 0
SV Elversberg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 13. März 2026
- 18:30
1. FC Magdeburg
1.48
xG
0.60
1 1
SV Darmstadt 98
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 14. März 2026
- 13:00
Arminia Bielefeld
3.23
xG
0.73
2 2
SC Paderborn 07
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 14. März 2026
- 13:00
Holstein Kiel
2.87
xG
1.22
2 3
1. FC Nürnberg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 14. März 2026
- 13:00
Eintracht Braunschweig
1.14
xG
0.44
1 0
Fortuna Düsseldorf
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 14. März 2026
- 20:30
Hertha BSC Berlin
1.31
xG
0.55
1 1
VfL Bochum
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 15. März 2026
- 13:30
FC Schalke 04
0.85
xG
2.30
2 2
Hannover 96
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 15. März 2026
- 13:30
SG Dynamo Dresden
2.97
xG
0.64
6 0
SC Preußen Münster
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 15. März 2026
- 13:30
1. FC Kaiserslautern
3.18
xG
0.99
3 0
Karlsruher SC

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