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Hildmann-Fußball, er ist zurück!

Der erhoffte Befreiungsschlag bleibt aus und die Abstiegssorgen nehmen drastisch zu. Die Freitags- und Samstagsspiele machten Hoffnung auf Großes. Bielefeld, Dresden, Fürth, Braunschweig – sie alle patzen.
Der 27. Spieltag ist passé und unser SCP steht aus Tabellenplatz 18. Zuvor wurde nach dem 0:6-Debakel in Dresden Alexander Ende freigestellt, Interimscoach wurde Kieran Schulze-Marmeling inklusive des restlichen Retter-Trios aus letztem Jahr, klar ist aber, dass Schulze-Marmeling nur dieses eine Spiel bekommt, da ihm die nötige Lizenz fehlt.
Zwischen Glück und Leid liegen 2 Minuten!
Interimcoach Schulze-Marmeling überraschte direkt mit personellen Veränderungen. Jaeckel und Batista-Meier begutachteten das Spiel von der Bank aus, Yamada war nicht im Spieltagskader dafür aber Lokotsch und Bouchama, Koulis und Kirkeskov durften starten.
Gleich von Beginn an spürt man die Verunsicherung in unseren Jungs. Kaum Ballbesitz und über die Mittellinie wurde nicht gepresst. Fast die komplette Halbzeit blieb ohne echte und gefährliche Torchancen. Dann Minute 40, uns wird eine Ecke zugesprochen. Bouchama führt diese gut aus, aber die Ecke kommt zurück, dann nimmt er sich ein Herz und dribbelt mit ein paar Übersteigern in den Sechszehner und legt in den Rückraum auf Hendrix. Die Chance lässt er sich nicht nehmen und knallt das Ding in die rechte untere Ecke, aber es geht nicht weiter. Der VAR reklamiert eine mögliche Abseitsposition von Bouchama nach dem „Rebound“ der Ecke.
Das Leiden für Unglücksrabe Bouchama hört nicht auf. Er trifft im Strafraum Musonda etwas unglücklich am rechten Fuß, der den Kontakt dankend annimmt. Dass Zukowski den Elfer natürlich verwandelt muss ich nicht erwähnen, somit geht es mit einem 0:1 statt einem 1:0 in die Kabine.
Am Ende ohne Ende zu wenig!
Lange passiert nichts, aber durch einen sehr konsequent ausgespielten Konter schlägt Magdeburg das zweite Mal zu. Krempicki kann durch die Zentrale spazieren, Zukowski ist frei, bekommt den Ball und vollendet eiskalt in die kurze Ecke. Schenk ohne wirkliche Abwehrchancen, da der Ball noch leicht abgefälscht worden war.
Das Aufbäumen zum 1:2 durch Amenyido in Minute 80 kommt zu Spät. Der letzte Pass kommt nicht an und die Szenen werden nicht gescheit zu Ende gespielt.
In der 90. +4 kommt es zu einem Freistoß aus dem Halbraum. Schenk erhält die Anweisung von der Seitenlinie nach vorne zu gehen, leistet der Anweisung folge und sortiert sich ein. Dann kommt leider ein grottenschlecht getretener Freistoß von Kirkeskov und Magdeburg kontert zum 3:1 Auswärtssieg durch Tachie.
Mit dem aktuellen Selbstvertrauen und System wird das noch sehr, sehr schwierig sich vom 18. Platz weg zu manövrieren. Klar ist ein neuer Trainer mit Idee muss her, der zur Not auch mit runter geht soweit will ich aber noch gar nicht denken. Das, was da heute auf dem Platz gespielt wurde, hatte wenig mit Wille zu tun, es wird ein regelrechter Überlebenskampf.
Spieltag unter dem Motto „Together. Stop Hate. Be a Team“!
Das Motto ruft zu weniger Hass auf, nicht nur im Internet, sondern auch in den Stadien. Wie gut das klappt, konnte man heute direkt sehr gut sehen.
Ab der ZWEITEN Minute wurde Johannes Schenk, Torwart des eigenen Teams, konsequent bei jedem Abschlag oder Hinten-rum-Manöver ausgepfiffen. Jeder der einmal selber Fußball gespielt hat, besonders als junger Spieler mit einem bereits angeknackstem Selbstvertrauen, weiß, dass so etwas ein absolutes Unding ist. Die Tore, die er sich heute gefangen hat, gehen alle nicht auf seine Kappe. Beim ersten Tor, also dem Elfmeter, ist es 50/50. Entweder er hat ihn oder halt nicht. Beim zweiten Gegentreffer ist er machtlos, die Fehlerkette beginnt in der gegnerischen Hälfte mit einem schlampig gespielten Ball. Beim dritten Treffer ist er auf Anweisung des Trainers mit nach Vorne gegangen. Da fragt man sich einfach nur, was er dann falsch gemacht hat. Das werden wir wohl nie erfahren.
Sternchentag für Amenyido
Bei dem wirklich nicht gelungenen Spiel heute muss man dennoch einem wirklich Lob aussprechen. Etienne Amenyido. Das ganze Spiel hat er geackert und sich aufgerissen, mit nach vorne, dann wieder nach hinten, alles das hat er die kompletten 90 Minuten mitgemacht. Dazu sich auch noch mit einem Tor belohnt, was jetzt natürlich auch nichts mehr ändert aber es wird sich noch ausbezahlen.
Ter Horst, Bouchama (Elfmeterszene ausgeklammert) und Hendrix waren ebenso wieder stark. Auf diesen Spielern kann und muss man schon fast aufbauen.
Auch wenn die Lage aktuell nicht sehr rosig ist, müssen wir als Fans und Verein zusammen halten. Genau jetzt ist der Zeitpunkt wo dieses ominöse „Alle zusammen für Preußen Münster!“ zählt. Jetzt also nochmal 1906% in den letzten sieben Spieltagen geben sowohl auf als auch neben dem Platz. Es ist noch nicht vorbei, solange der Schiedsrichter zum letzten Mal in die Pfeife geblasen hat.
Also:
Alle zusammen für Preußen Münster!










