Der SCP ist wieder da und erkämpft sich einen Punkt in Kiel

Am Ende war es Oscar Vilhelmsson, der in der 89. Minute die XXL-Chance auf dem Fuß hatte, um eine couragierte Leistung in Spiel eins unter Neu-Trainer Alois Schwartz zu veredeln. Doch der Schwede zögerte frei vor Kiels Keeper Weiner zu lange und so blieb es schlussendlich beim torlosen Remis. Aber immerhin zeigten die Preußen sich über neunzig Minuten stark verbessert und sendeten ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der zweiten Liga. Wieder einmal musste Münster nachlegen. Bereits am Samstag hatte die Konkurrenz aus Magdeburg und Bxxxxfeld gepunktet und so den Druck auf die beiden Kontrahenten erhöht. Verlieren war verboten, und so war nicht mit einem spielerischen Leckerbissen zu rechnen.

Preußen mit Dreierkette

Siebzehnter gegen den Achtzehnten, die beiden schlechtesten Mannschaften der Rückrunde und obendrein noch die beiden Teams mit den meisten Fouls, das versprach Abstiegskampf in Reinkultur, und so kam es dann auch. Trainer Schwartz bot mit Jaeckel, Koulis und Heuer eine Dreierkette in der Abwehr auf, die in der Rückwärtsbewegung mit Makridis auf links und ter Horst auf rechts zur Fünferkette wurde. Das Mittelfeld bildeten Mees, Hendrix und Schulz und im Sturm sollten es Oliver Batista Meier und Etienne Amenyido richten. Vom Anpfiff an ging es bei böigem Wind an der Kieler Förde rustikal zur Sache. Schon nach 30 Sekunden gab es auf die Socken, als Amenyido einen zu kurzen Pass erlief und von Ivezic unsanft zu Fall gebracht wurde. Gelb für den Kieler und Freistoß für die Gäste, der aber ebenso wenig einbrachte, wie die darauf folgende Ecke. Ja, ja, die Preußen und die Standards, das bleibt weiter ausbaufähig.

Münster steht hinten sicher

Danach übernahmen die Störche optisch das Kommando und brachten es zwischenzeitlich auf 71 % Ballbesitz, ohne unsere Hintermannschaft aber vor größere Probleme zu stellen. Das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab, ohne, dass einer der beiden Kontrahenten das Tor des Gegners auch nur ansatzweise in Gefahr bringen konnte. Ballverluste und kleine Nickeligkeiten prägten das Geschehen und ließen keinen Spielfluss aufkommen. Die Preußen standen tief und erwarteten den KSV kurz vor oder hinter der Mittellinie, machten geschickt die Räume eng und nahmen den Gastgebern so den Spaß am Spiel. Und kam dieser dann doch einmal in die Nähe des Sechzehners, dann waren da unsere drei Abwehr-Musketiere, die humorlos alles abräumten und besonders in der Luft gar nichts zuließen. Allerdings gelang es auch nicht, bedingt durch teilweise unsaubere Zuspiele, bei Ballgewinn in Umschaltsituationen zu gelangen, um so das Tor der Gastgeber in Gefahr zu bringen.

Batista Meier muss früh verletzt ausgewechselt werden

Pech hatten die Preußen, dass sich Oliver Batista Meier nach einem rüden Check von Kasper Davidsen, für den es übrigens keine Verwarnung gab, schon früh an der Schulter verletzte und bereits nach 14. Minuten ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Lars Lokotsch als zweite Spitze, der sich in der Folge zwar unermüdlich in Zweikämpfen aufrieb, dadurch allerdings nur wenig offensive Akzente setzen konnte. Trotzdem waren es dann die Münsteraner, die nach einer halben Stunde die erste Torchance verbuchen konnten. Ter Horst setzte Mees in Szene, der mit einer Flanke auf den zweiten Pfosten den völlig freien Amenyido fand. Dessen Seitfallzieher missglückte zwar, fand aber den nachgerückten Lokotsch, dessen Kopfball allerdings knapp über das Gehäuse der Gäste ging. Danach passierte nur noch wenig und so ging es mit 0:0 in die Pause.

Störche hadern mit dem Schiedsrichter

Die Kieler kamen nochmal mit Schwung aus der Pause und schnürten die Preußen stellenweise in der eigenen Hälfte ein, doch änderte sich nichts daran, dass Münsters Abwehrstrategen weiter seriös ihrem Job nachgingen und keine Chancen zuließen. Rutschte dann doch einmal ein Ball durch, war da immer noch Jojo Schenk, der in den wenigen Situationen, in denen er geprüft wurde, einen souveränen Eindruck hinterließ. Der KSV schien immer mehr zu verzweifeln und versuchte nun, wohl wissend, dass in dieser Saison im Zweifelsfall meistens gegen den SCP gepfiffen wird, den Schiedsrichter zu beeinflussen, indem sie immer häufiger, schon bei der kleinsten Berührung, mit großer Theatralik zu Boden gingen. Zum Glück ließen sich weder Schiri Burda, noch der Keller in Köln davon beeindrucken. So auch nicht in der 63. Minute, als Therkelsen im Sechzehner zu Boden ging und die Kieler lautstark Strafstoß forderten. Jedoch hatte Koulis, was auch vom VAR bestätigt wurde, völlig sauber den Ball gespielt.

Am Ende ein klares Chancen-Plus für die Adlerträger

Im direkten Gegenzug hatte Mees das Ding dann, nach einer schön ausgespielten Drei-gegen-zwei-Überzahl über Amenyido und Makridis, auf dem Fuß, ließ diese Chance aber einmal mehr liegen. Die Adler wurden jetzt forscher und kamen auf einmal zu ihren Möglichkeiten. Lokotsch (67.), Amenyido (74.) und Heuer, völlig frei nach einem Hendrix-Einwurf (75.) schafften es aber nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Zwar rannten die Störche in der Schlussphase nochmal verzweifelt an, doch während die Preußen über 90 Minuten keine Torchance der Gastgeber zuließen, boten sich ihnen auf der anderen Seite immer wieder gute Einschussmöglichkeiten. Und dann kam die 89. Spielminute, Hendrix spielte ein Zucker-Pässchen auf Vilhelmsson, der Rest ist bekannt.

Es blieb beim 0:0 und auch, wenn man nach den klaren Chancen wohl eher von zwei verlorenen Punkten sprechen muss, haben unsere Jungs gezeigt, dass mit ihnen im Abstiegskampf wieder zu rechnen ist. Wenn sie so konzentriert auch nächsten Samstag gegen Fürth auftreten, dann muss es doch auch wieder mit dem Tore-Schießen klappen. Ein Anfang ist gemacht, jetzt müssen Punkte her! Sieger der Party waren auf jeden Fall die mitgereisten Fans im ausverkauften Gästeblock, die das Geschehen über die kompletten 90 Minuten akustisch klar dominierten. Chapeau!

Alle zusammen für Preußen Münster!


Der Spieltag

2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 4. Apr. 2026
- 13:00
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2 1
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SV Elversberg
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0 2
SC Paderborn 07
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 5. Apr. 2026
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Holstein Kiel
0.71
xG
0.96
0 0
SC Preußen Münster
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 5. Apr. 2026
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Eintracht Braunschweig
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