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Abstiegskampf ohne Punch: Preußen bleibt gegen Fürth torlos

Es war alles angerichtet für einen hervorragenden Fußballvormittag, um den Karren wenigstens etwas aus dem Dreck zu ziehen. Fanmarsch. 20 Grad. Sonne. Ebenbürtiger Gegner. Beste Stimmung im Stadion. Erweiterter Heimbereich, da die SpVgg mit rund 800 Leuten angerückt war und man diese alle in den Stehbereich gesteckt hatte. So konnte man den Sitzbereich an uns Preußen-Fans weitergeben. Das einzige, was stört: der aktuelle Tabellenplatz.
Der 29. Spieltag dieser Saison 25/26 sollte für Alois Schwartz ein besonderer werden, nicht nur ist es der erste als Preußen-Coach im heimischen LVM-Preußenstadion, sondern sogar auch an einem der wenigen Samstage diese Saison. Danke an der Stelle auch nochmal an die DFL für die sehr gerechten und fanfreundlichen Spielansetzungen.
Die Ergebnisse vom Freitag waren zum einen top, denn Bielefeld hat sich nicht nur vom KSC 4:1 wegschrubben lassen, sondern auch deren U21 von unserer U23 mit 5:1. Ein Trostpflästerchen für das aktuell dann doch sehr stark angeknackste Preußen-Herz.
Zum anderen hatte Holstein Kiel Big Points in Düsseldorf geholt, sie trennten sich mit 2:1. Für die Kieler bedeutet das: etwas Luft zum Atmen im doch dann sehr engen Abstiegskampf. Für die Rheinländer heißt es jetzt Arschbacken zusammenkneifen und beten, denn allmählich kommen sie dem Tabellenende bedrohlich nahe. Aber genau das zeigt nochmal wie eng diese Zweiteliga wirklich ist. Tabellenplatz 18 und 13 trennen drei mickrige Punkte.
Auf dem Weg der Besserung!
Unter Ende war eine weiße Weste für Schenki oder Mort kaum denkbar, die Defensive meist zu unkonzentriert und unsortiert. Daraus resultierten oft Stellungsfehler, die die Schlussleute nicht mehr ausbaden konnten.
Welche Stellschrauben hat ein Trainer, wenn die Defensive nicht läuft? Richtig, entweder bringst du es denen mal gescheit bei die es bisher gemacht haben oder du stellst einen mehr hinten rein und setzt auf eine größere Schwarmintelligenz und Zusammenhalt. Wofür sich Schwartz entschieden hat, haben wir bereits gegen Kiel gesehen. Niko Koulis ist aktuell der Mann der Stunde, unter Ende mehr oder weniger abgeschrieben aber unter Schwartz kann er seine Defensivqualitäten nochmal richtig unter Beweis stellen und empfehlen.
Aber was letzte Woche war ist egal, jetzt ist Fürth und nicht Kiel.
Im Hinspiel gab es den späten Lucky Punch durch Jannik Dehm mit einem Geschoss in den Winkel aus gut 20 Metern, absolut unhaltbar. Dass dieses Spiel absolut keine Relevanz mehr hat, brauche ich keinem zu erzählen. In der Zwischenzeit haben beide Teams den Trainer gewechselt und die Rollenverteilung hat sich um 180 Grad gedreht.
Die SpVgg Greuther Fürth durfte am vergangenen Wochenende die Reise nach Paderborn antreten und ist ohne Punkte nach Hause gefahren, dass dementsprechend ein gewisser Druck auf dem Kessel ist, ist klar.
Unsere Jungs kommen mit einem Punkt von der Ostsee zurück, an der Kieler Förde gab es ein ziemlich reizloses 0:0. Ein erster Anfang wie ich finde, klar die Zeit ist begrenzt aber der Abstiegskampf eng und hart. Denn es werden erst am Ende der Jagd die Hasen gezählt.
Joa, herzlich langweilig!
Im Vergleich zum letzten Spiel setzte Schwartz auf die fast gleiche erste Elf, lediglich Bouchama und Preißinger begannen für Schulz und OBM.
Pünktlich pfiff Jarno Wienefeld die Partie an, es ging für unsere Jungs zuerst auf die West.
Erste nennenswerte Aktion für unsere Adlerträger gab es erst in Minute 38, zuvor war es ein loses Abtasten beider Mannschaften ohne wirklich konsequent zu werden. Makridis setzte sich über die linke Seite durch und flankte in die Zentrale an den zweiten Pfosten, wo Amenyido diese dann mit dem Kopf nicht richtig verarbeiten konnte und setzte den Ball deutlich vorbei. Zwei Minuten später geht es über die andere Schiene und Ter Horst. Dieser kann den Ball scharf flach in die Mitte bringen, wo Mees ihn nicht verwerten kann.
Dann ist auch schon Pause, ein sehr risikoarmes Spiel. Kein Team möchte riskieren, aber dann doch gerne den maximalen Output mitnehmen, dafür müsste man aber erstmal investieren.
Chancenflut ohne Ertrag!
Die Zuschauer mussten nicht lange auf Torraumszenen warten. Denn unsere Jungs kamen wie ausgewechselt aus der Kabine.
Auf einmal setzten wir die Kleeblätter-Defensive mächtig unter Druck und es kommt wie es kommt, wenn man den Druck erhöht steigt die Fehlerquote. Binnen 30 Sekunden erhält Mees zweimal die Möglichkeit auf 1:0 zu stellen, erst rutscht Prüfrock eine Ecke durch und Mees steht blank am langen Pfosten bekommt aber seine Füße nicht sortiert. Dann leisteten sich die Fürther horrende Aufbaufehler in der Defensive, sodass Mees ins 1-gegen-1 mit dem Keeper gehen kann und vorbeikommt, den Ball vertändelt er dennoch. Der Druck ist enorm, die Fürther waren sichtlich überfordert, aber wir haben uns nicht belohnt. So klingt diese Druckphase wieder ab und das Spiel plätschert dem Ende entgegen. Es ist nur noch Lokotsch der kurz vor Ende der regulären Spielzeit aus gut 18 Metern durch einen Aufbaufehler die Chance zum Abschluss erhält, aber dieses „Schüsschen“ ist kein Problem für Prüfrock.
Die Basics müssen sitzen!
Das Spiel endete mit 0:0. Wieder. Das ist aber ein erster Meilenstein und ein Schritt in die richtige Richtung.
Unter Ende gab es genau zwei Zu-Null-Spiele, gegen Schalke und Düsseldorf, in 26 Spielen wohlgemerkt. Schwartz hat gleich viele aus zwei Spielen. Der Fokus auf die Defensive ist der richtige Ansatz. Gegen Kiel hat es noch an der Chancenerarbeitung gehapert, das sah gestern schon um einiges besser aus. Wenn wir überraschend gegen Schalke etwas mitnehmen können und nicht gegen Bielefeld verlieren, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dafür müssten Amenyido, Mees und Co. aber das Tor treffen, wenn sie davor stehen, das ist unabdingbar.
Positiv aufgefallen ist, erneut wie gegen Kiel, Babis Makridis, dem die linke Schiene anscheinend liegt. Er kann sein Tempo und seine Technik in der Vorwärtsbewegung hervorragend nutzen und das Defensivverhalten wird von Mal zu Mal sichtlich besser. Bouchama war erneut stark, zeigt, dass er unbedingt will und tut alles in seiner Macht Stehende um derMannschaft zu helfen.
Es ist noch ein langer, steiniger Weg, aber ich bin mir sicher, wenn wir weiter solche Fortschritte machen können, können wir auch noch ordentlich Punkten und den Klassenerhalt packen.
Am kommenden Wochenende kommt das für viele persönliche Saison-Highlight. Auswärts auf Schalke. Es wird ein sehr wichtiges Spiel und vor allem interessantes Spiel in Bezug darauf zu sehen wie die Taktik von Alois Schwartz gegen die des aktuell Tabellenführers funktioniert.
Das nächste Heimspiel ist direkt der nächste Kracher, nicht unbedingt spielerisch, aber emotional. Es ist Arminia Bielefeld, die uns zu Hause an der Hammerstraße besuchen kommen. In diesem Duell geht es nicht um irgendwelche Punkte, es geht um Ruhm, Ehre und Prestige.
Also:
Alle zusammen für Preußen Münster!











Was hat das mit Schritt nach vorne gemacht,in 4 spielen 1 Tor in Worten ein Tor.Wo sollen den die Tore zum klassenerhalt herkommen, der einzige der in Frage kommt OBM und der sitzt auf der Bank Supertrainer.Am Anfang waresnicht so aber mittlerweile ist man die schlechteste Mannschaft der 2.Liga das ist Fakt und deswegen Abstieg ohne wenn und aber.