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Aus und vorbei

Vier Spieltage vor dem Saisonende stand mit dem Derby gegen Arminia Bielefeld ein in doppelter Hinsicht extrem wichtiges Spiel für die Adlerträger im heimischen Preußenstadion an. Nicht nur aufgrund der Rivalität zwischen den Verein, sondern auch wegen der sportlichen Ausgangslage (18. gegen 15.) war ein Sieg für den SCP absolut notwendig. Durch die Ergebnisse des Vortags wäre zwar auch mit einem Dreier kein Sprung auf die Nicht-Abstiegsplätze möglich gewesen, doch immerhin hätte man den Anschluss wahren können und hätte die restlichen drei Spiele mit dem Rückenwind des Derbysiegs bestreiten können.
Dass dieses Ziel nicht erreicht wurde und der SCP nach der Derbyniederlage nun nur noch sehr theoretische Chancen auf den Ligaverbleib hat, schmerzt dementsprechend natürlich umso mehr. Während in den Heimbereichen des Stadions nach dem Spiel überwiegend Stille herrschte und man in enttäuschte Gesichter blickte, feierten die Fans im Gästeblock ihren Derbysieg und besangen die Preußen als Absteiger. Die Tatsache, dass diese Einordnung der Arminen wohl genau so eintreten wird, trifft natürlich jeden Preußen-Fan ins Mark.
Blitzstart macht Hoffnung
Doch nun erst einmal zum Geschehen auf dem Rasen: Trainer Alois Schwartz veränderte die Startelf im Vergleich zur 1:4-Niederlage auf Schalke auf drei Positionen. Während Amenyido (verletzungsbedingt), Batista Meier und Jaeckel draußen blieben, durften sich Rondic, Schulz und Kirkeskov von Beginn an beweisen.
Zu Beginn schienen die Wechsel vollständig aufzugehen und die Einstellung der Mannschaft stimmte. So dauerte es nur zwei Minuten, bis im Preußenstadion ekstatischer Jubel aufbrandete. Nach einer Flanke von Makridis drückte Bouchama die Kugel per Kopf über die Linie und brachte die Adlerträger in Führung.
Preußen gibt das Spiel aus der Hand
Nach der Führung dauerte es allerdings nicht lange, bis die Arminia wieder ausgleichen konnte. In der 10. Minute erzielte Momuluh bereits den Ausgleich. Weitere sechs Zeigerumdrehungen später nutze Uldrikis das Chaos in der Münsteraner Abwehr und drehte das Spiel zugunsten des DSC. In der Folge konnten sich die Adlerträger zwar noch eine vielversprechende Chance auf den Ausgleich erarbeiten, doch leider prallte der Ball lediglich zweimal an das Aluminium.
Richtig bitter wurde es aus Preußen-Sicht dann in der 34. Minute. Erneut wirkte die SCP-Defensive unsortiert, was Corboz mit einem sehenswerten Hackentor auszunutzen wusste. Nach der frühen Führung gingen die Münsteraner also trotzdem mit einem 2-Tore-Rückstand in die Kabinen.
Die Bemühungen reichen nicht
In der zweiten Hälfte war den Adlerträger der Wille zwar keinesfalls abzusprechen, doch ein Treffer gelang zunächst nicht. Erst in der 86. Minute, nach einem Fehler des bis dahin stark aufspielenden DSC-Keepers Kersken, fiel der Anschlusstreffer, doch wirklich Gefahr konnten die Münsteraner in der Schlussphase nicht mehr entfachen.
Dementsprechend blieb es bei der bitteren Niederlage, von der sich unser Verein in dieser Saison – so realistisch muss man sein – wohl nicht mehr erholen wird. der Abstieg ist nach einer desolaten Rückrunde jetzt wohl nicht mehr zu vermeiden. Zwei Jahre lang erlebten wir Fans tolle Reisen in die großen Stadien des Landes und schafften es, unseren Verein immer wieder mit großen Zahlen an Auswärtsfahrern und toller Stimmung top zu präsentieren. Diese Reise wird wohl in drei Wochen vorbei sein, doch die Erinnerungen bleiben für immer. Nun müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten, dass die Rückkehr in die 2. Bundesliga mit dem neuen Preußenstadion schnellstmöglich gelingt und wir wieder die große Fußball-Bühne betreten.
So geht es weiter
Weiter geht es in einer Woche auswärts bei Hannover 96, die unbedingt in die Bundesliga zurückkehren wollen. Für den SCP geht es jetzt nur noch darum, sich zumindest im Saisonendspurt teuer zu verkaufen, um erhobenen Hauptes in der 3. Liga starten zu können. Nebenbei feiert der Verein am Donnerstag sein 120-jähriges Bestehen. Auch wenn den meisten wohl derzeit nicht zum Feiern zumute ist, wird der Geburtstag auch am Sonntag im Niedersachsenstadion eine Rolle einnehmen.
Alle zusammen für Preußen Münster!










