Werbung
Der letzter Test – Imposante FGK – Probleme beim Catering

Aufgrund technischer Probleme mit meinem privaten PC gibt es erst heute ein paar Worte zum letzten Vorbereitungsspiel gegen den FC Southampton. Dabei soll es weniger um das Sportliche als vielmehr um das Drumherum gehen. Testspiele besitzen aus unserer Sicht ohnehin nur eine begrenzte sportliche Aussagekraft.
Da ich mich am Samstag im Bereich der Blöcke E und F aufgehalten habe, kann ich hauptsächlich über meine Erfahrungen mit dem Catering und den dortigen Abläufen berichten. Eines sei jedoch bereits vorweggenommen: Was der Verein heute im Nachgang veröffentlicht hat, beschreibt nur einen kleinen Teil dessen, was an diesem Tag schiefgelaufen ist. Die technischen Schwierigkeiten waren lediglich ein Teil einer deutlich größeren Fehlerkette.
Sportlich endete der erste Test gegen den FC Southampton mit einem 1:1. Im zweiten Spiel musste sich der SCP mit 1:2 geschlagen geben.
Zum Abschluss wird außerdem unser neuestes Redaktionsmitglied Melanie ihre Eindrücke von der neuen Fiffi-Gerritzen-Kurve schildern.
Einlass und Biergarten funktionieren
Beginnen wir zunächst mit den positiven Dingen. Der neue Biergarten war grundsätzlich in Ordnung. Noch fehlt es dort deutlich an Atmosphäre und Flair, die Idee dahinter ist aber durchaus gut. Allerdings entsteht dadurch eine gewisse Konkurrenzsituation zur Fangemeinschaft und ihrem Container. Wie sich das auf Dauer entwickelt, bleibt abzuwarten.
Der Einlass im Bereich E/F funktionierte problemlos. Es war ausreichend Personal vorhanden, sodass keine nennenswerten Wartezeiten entstanden.
Auch das angebotene Essen schmeckte grundsätzlich gut. Bei genauerem Hinsehen gab es jedoch bereits erste Kritikpunkte. Die Portion Pommes wirkte kleiner als noch in der vergangenen Saison. Zudem waren die Pommes, die wir als ungefähr fünfte Kunden erhielten, leider bereits kalt.
Da es sich um den ersten richtigen Probelauf handelte und sich die drei Personen am Stand offensichtlich noch einspielen mussten, haben wir auf eine Beschwerde verzichtet. Die warme Currysauce und die ohnehin hohen Temperaturen sorgten zumindest dafür, dass die kalten Pommes etwas weniger ins Gewicht fielen.
Weniger schön war der Zustand der Mülltonne des Caterers am Flutlichtmast. Diese war offenbar während der gesamten Sommerpause nicht geleert worden. Aus hygienischer Sicht ist das zumindest kritisch zu betrachten, wenn nur zwei bis drei Meter entfernt Lebensmittel angeliefert und zubereitet werden sollen.
Positiv hervorzuheben sind hingegen die Toilettenanlagen. Zumindest bei den Männern waren sie während unseres gesamten Aufenthalts sauber. Auch Toilettenpapier, Seife und alles Weitere, was dort benötigt wird, waren durchgehend vorhanden. In diesem Bereich hat der Verein seinen Service in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
Probleme am Getränkecontainer
Kommen wir zu den negativen Punkten. Bereits kurz nach dem Einlass fiel der Getränkecontainer im Bereich E/F ungewöhnlich auf. Die vordere Verkaufsklappe ließ sich nicht öffnen. Die Mitarbeiterinnen mussten die Getränke daher zunächst durch die Tür des Containers verkaufen.
Alkoholhaltiges Bier war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht verfügbar, da es noch nicht geliefert worden war. Angeboten wurden lediglich alkoholfreies Bier und Softdrinks, die im Kühlschrank lagen. Ein Fan berichtete mir zudem, dass seine erste Cola noch warm gewesen sei.
Ebenfalls schlecht geplant war die personelle Besetzung. Zu Beginn waren dem Container offenbar nur zwei Mitarbeiterinnen zugeteilt. Wenn dieselben Personen gleichzeitig die Getränke vorbereiten und verkaufen sollen, kann diese Rechnung bei einer größeren Anzahl an Zuschauern kaum aufgehen.
Zwischenzeitlich gelang es Carsten Krieger, das Problem mit der Verkaufsklappe zu beheben.
Bier kommt – die Kohlensäure fehlt
Nach ungefähr einer bis eineinhalb Stunden wurde schließlich das Bier geliefert. Damit war auch endlich eine dritte Person am Container tätig. Nun trat allerdings das nächste Problem auf: Die Kohlensäure funktionierte nicht.
Auch zwei Verkaufsterminals für die Abrechnung der Getränke werden in den Bereichen A/B und E/F auf Dauer kaum ausreichen. Unter dem vorherigen Caterer Bröcker waren in der vergangenen Saison im Bereich A/B häufig vier Verkäuferinnen sowie mindestens zwei weitere Personen am Zapfhahn im Einsatz.
Erschwerend kam hinzu, dass eines der beiden Verkaufsterminals nicht zuverlässig funktionierte. Immer wieder wurden Karten nicht akzeptiert, wodurch sich die Wartezeiten zusätzlich verlängerten.
Als die Kohlensäure während der ersten Halbzeit schließlich zum Laufen gebracht werden konnte, war das Team am Stand auf vier Personen angewachsen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich allerdings bereits lange Warteschlangen gebildet. Ähnliche Schlangen waren auch beim Essensstand zu beobachten.
Bis zum Spielende gelang es dem Team, den Rückstand zumindest einigermaßen aufzuholen. Nach dem Abpfiff trafen dann jedoch mehrere Probleme gleichzeitig aufeinander. Zahlreiche Fans wollten ihr angekündigtes Freigetränk abholen, während andere lediglich ihre Becher zurückgeben und den Pfand ausgezahlt bekommen wollten.
Bis zu 45 Minuten nach Spielende dauerte die Abwicklung. Mittlerweile hatte ich zwei oder drei Becher geschenkt bekommen, weil bei einigen Fans die Geduld endgültig aufgebraucht war.
Respekt an Mitarbeiter und wartende Fans
An dieser Stelle gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Container großer Respekt. Sie konnten für die vorherigen Planungsfehler nichts und versuchten sichtbar, das Beste aus der Situation zu machen. Auch die meisten Fans blieben trotz der langen Wartezeiten ruhig. Natürlich wurde über die Situation gesprochen und geschimpft, dennoch warteten die Menschen geduldig in der prallen Sonne.
Dass beim ersten Testlauf nicht alles reibungslos funktionieren würde, war mir bereits vorher klar. Die Vielzahl und das Ausmaß der Probleme waren allerdings deutlich größer als erwartet.
Fehlte ein abgestimmter Plan?
An dieser Stelle stellt sich für mich die Frage, ob es im Vorfeld überhaupt einen konkreten Ablauf- und Personalplan gegeben hat, den Preußen Münster geprüft und abgesegnet hatte. Oder hat man den neuen Caterer einfach machen lassen und ihn damit sehenden Auges ins offene Messer laufen lassen?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine derart große Diskrepanz zwischen dem vorherigen Caterer Bröcker und dem neuen Anbieter vom Verein gewünscht ist. Selbst vier Personen an einem Getränkecontainer in den Bereichen A/B oder E/F sind bei schätzungsweise 1.000 bis 1.200 Kunden pro Spiel schlichtweg zu wenig.
Warum hat man sich nicht vorab für jeden einzelnen Verkaufsstand eine konkrete Personal- und Ablaufplanung vorlegen lassen? Diese hätte anschließend gemeinsam mit dem Caterer auf die tatsächlichen Bedingungen im Preußenstadion abgestimmt werden müssen.
Vielleicht wissen die verantwortlichen Personen beim SCP selbst nicht genau, wie es an den Verkaufsständen während eines Spiels aussieht. Dazu müsste man sich allerdings auch einmal selbst in die Warteschlange stellen und während des Spiels oder in der Halbzeit ein Bild von den Zuständen machen.
Von einem bequemen Platz aus lassen sich solche Probleme jedenfalls nur schwer beurteilen.
Saisoneröffnung und Einweihung der neuen Osttribüne
Das lange Warten hatte endlich ein Ende. Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu und endlich durften wir Fans zum ersten Mal „die Stufen, die für uns die Welt bedeuten!“ betreten.
Mein persönlicher Eindruck
Biergarten am Eingang bei bestem Wetter – es gibt schlechtere Starts.
Die Wartezeit bis zum Einlass verging wie im Flug. Endlich wieder normale Leute treffen … ein bisschen darüber schwafeln, wie sie wohl aussieht, die neue Tribüne. Wie es sich anfühlt, zum ersten Mal die Stufen zu erklimmen? Finde ich meinen Platz? Sind vertraute Gesichter zu sehen? Viele, viele Fragen …
Ein paar Gästefans gesellten sich zu uns und baten um gemeinsame Fotos, denen wir natürlich gerne zustimmten. Bei guter Stimmung wurde das ein oder andere Kaltgetränk getrunken, um die Wartezeit zu überbrücken.
Dann endlich: 13.30 Uhr, die Tore werden geöffnet. Ein bisschen fühlt es sich an, als wäre man auswärts und nicht etwa in der heißgeliebten Antikarena.
Der Einlass klappt schon mal ohne große Probleme.
Die ersten Eindrücke von der neuen Tribüne
Ich betrete zum ersten Mal den Boden unter der Tribüne und verschaffe mir einen ersten Eindruck. Schön ist es geworden. Die Getränkeauswahl wurde erweitert und ist top! Vor allem, dass auch regionale Getränke ausgeschenkt werden, finde ich große Klasse.
Zu essen gibt es Brezeln natur, mit Käse oder als Gemüsebrezel mit Tomate und Käse, Currywurst, Bratwurst, Pommes und Mantaplatte. Für jeden etwas dabei, finde ich.
Schnell noch die neue Preußencard besorgt und aufgeladen – und rauf auf die Ränge …
Schönes Gefühl … Ganz neuer Blick auf die West, die Haupttribüne und natürlich auch auf den Rasen. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Und das hier ist jetzt unser zweites Zuhause? So viele neue Eindrücke.
Ein neuer Platz war schnell gefunden und markiert. ;) Meinetwegen kann es losgehen. Der vorübergehende Umzug auf die Gegengerade ist Geschichte. Ich bin angekommen in meinem „Wohnzimmer“.
Beim Catering ist noch Luft nach oben
Einzig wenn man seinen Platz verlassen musste, um sich mit Nachschub zu versorgen, musste man ein wenig Zeit investieren. Die Abläufe im Catering sind noch nicht ganz eingespielt und müssen noch ein wenig optimiert werden.
Aber das wird schon, da bin ich ganz sicher.
Fußball gespielt wurde auch, aber das war für mich heute eher nebensächlich. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste Heimspiel.











Der Absatz „fehlte ein abgestimmter Plan ?“ trifft die Situation gut.
Bei 4 Geschäftsführern hat 1 Zeit, das im Vorfeld genau ins Visier zu nehmen und zu begleiten, wenn nicht sogar federführen in die Hand zu nehmen. Von der Positionsbeschreibung bin ich da bei Hr.Dr.Sass…