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Auswärtssieg zum Saisonauftakt

Nachdem der Frust über den Abstieg in der Sommerpause einigermaßen verflogen war, kehrte im Umfeld des SCP in den letzten Wochen wieder Vorfreude auf den Saisonstart zurück. Nach einer gefühlt endlosen Sommerpause starteten die Adlerträger mit einem Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden in die neue Spielzeit. Etwa 1.500 Preußen-Fans begleiteten ihren Verein inmitten der Sommerferien in die hessische Landeshauptstadt und schafften so eine Heimspielatmosphäre im ansonsten spärlich besetzten Stadion.
Sechs Neuzugänge in der Startelf
Thomas Wöhrle, der erstmals bei einem SCP-Pflichtspiel an der Seitenlinie stand, schickte angesichts der vielen Transfers im Sommer eine völlig neu formierte Startelf auf den Rasen. Während Morten Behrens als neue Nummer 1 in die Saison geht, bildeten Koulis sowie die Neuzugänge Zeller und Dietrich die Dreierreihe in der Abwehr. Auf den Flügeln starteten Makridis und Kolbe, ebenfalls mit seinem SCP-Debüt. In der Mittelfeldzentrale übernahmen Routinier Preißinger und der junge Ex-Bremer Adeh die Schlüsselpositionen. In der Offensive wurde Joshua Mees von den beiden neu verpflichteten Higl und Johansson unterstützt. Johansson gab seinen Einstand im Adlertrikot übrigens ausgerechnet bei seinem vorherigen Arbeitgeber.
Das Spiel startete zunächst etwas abwartend, wobei sich die erste echte Chance des Spiels aufseiten der Preußen bot. Aus spitzem Winkel schoss Mees den Ball aber nur an den Pfosten. Nach dieser Aktion musste der Stürmer, der bereits in der vergangenen Saison häufig verletzungsbedingt ausfiel, das Feld angeschlagen verlassen. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass kein längerer Ausfall folgt. Für Mees wurde anschließend Ndikom eingewechselt, der noch eine sehr entscheidende Rolle einnehmen sollte.
Kacktor des Monats?
Nach 27 gespielten Minuten, in denen sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten, erzielte der eingewechselte Ndikom wie aus dem Nichts das 1:0 für die Gäste. Bei einem eigentlich harmlosen Rückpass aus den Reihen des SVWW schaltete der Neuzugang aus Hannover blitzschnell und grätschte vor Wehen-Keeper Stritzel in den Ball und beförderte ihn so über die Linie. Möglicherweise ist das Tor ein heißer Kandidat für die Auszeichnung zum Kacktor des Monats von Arnd Zeigler, wo die Preußen nach vielen Auszeichnungen in der Vergangenheit schon länger nicht mehr „erfolgreich“ waren.
Etwa zehn Minuten nach der Führung zeigte der unglücklich agierende Schiedsrichter Nouhoum allerdings auf den Punkt und sprach den Wiesbadenern einen Strafstoß zu. Diese Entscheidung fällt wohl zumindest in die Kategorie „fragwürdig“, nachdem Koulis seinen Gegenspieler zuvor leicht gestoßen hatte. Flotho ließ sich die Chance dann nicht nehmen und erzielte den durchaus verdienten Ausgleich, sodass es mit einem 1:1 in die Kabinen ging.
Preußen im Glück
In den zweiten Durchgang starteten die Landeshauptstädter deutlich stärker als der SCP und konnten sich so einige hochkarätige Chancen erarbeiten. Über einen Rückstand hätte sich in den Reihen der Adlerträger zu diesem Zeitpunkt niemand beschweren können. Auch aufgrund eines starken Morten Behrens schlug der SVWW aus der Überlegenheit aber kein Kapital, sodass es lange beim 1:1 blieb. In der 77. Minute entschied der Schiedsrichter dann jedoch zum zweiten Mal auf Elfmeter, wovon diesmal die Preußen profitierten. Ndikom wurde wohl etwas am Trikot gezupft, doch ehrlicherweise muss man als Preußen-Fan zugeben, dass das für einen Strafstoß wohl eigentlich zu wenig war. Ndikom trat anschließend selbst an und verwandelte sicher zur erneuten Führung.
In der Folge verteidigten die Adlerträger engagiert und ließen kaum gefährliche Situationen zu. Kurz vor Schluss konnten sich dann noch die beiden eingewechselten Youngstars Tasov und Schulz Jr. auszeichnen. Nach einer punktgenauen Flanke von Tasov spitzelte Schulz die Kugel an Stritzel vorbei und erzielte das entscheidende 3:1 aus Preußen-Sicht. Der Gästeblock explodierte förmlich und zelebrierte den Sieg ausgiebig. Schön war dabei zu sehen, dass in erster Reihe die Mannschaft vor dem Block feierte, während sich mit einigen Metern Abstand dahinter eine zweite Reihe aus Verantwortlichen und dem Trainerstab bildete, die ebenfalls mitfeierte.
Intensive Woche steht bevor
Weiter geht’s für die Schwarz-Weiß-Grünen bereits am Mittwoch. Unter den Eindrücken der dann stattfindenden partiellen Sonnenfinsternis tritt der SCP im Westfalenpokal beim Oberligisten SpVgg Vreden an. In diesem Wettbewerb starteten die Preußen als Zweitligist in den vergangenen Jahren nicht, doch für viele hat der Westfalenpokal immer einen ganz besonderen Reiz. Am kommenden Samstag steht dann die Pflichtspiel-Premiere für unsere neue Fiffi-Gerritzen-Kurve an, auf die wir wohl alle schon lange hinfiebern. Es wird auf jeden Fall sehr laut im Preußenstadion, wenn die Adlerträger den FC Ingolstadt empfangen.
Alle zusammen für Preußen Münster!










