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Nach Wiesbaden folgt Ingolstadt – Willkommen in Liga 3

Der zweite Spieltag steht ins Haus und damit das dritte Pflichtspiel in dieser Woche. Nach dem Auftakt in Wiesbaden folgt nun gegen den FC Ingolstadt die Heimpremiere vor der neuen Osttribüne im Pflichtspielbetrieb. Tja, erst Wiesbaden, dann Ingolstadt. Vorbei die Zeiten, als es nach Berlin, Hamburg oder Köln ging. Aber es bringt ja alles nix und auch diese 3. Liga hat durchaus ihre charmanten Seiten, vor allem wenn man gegen alte NRW-Rivalen antritt.
Gute Erinnerungen
In der letzten 3.Liga Saison gelang gegen den FC Ingolstadt der erste Heimsieg. Die Torschützen damals: Doppelpacker Malik Batmaz und Andrew Wooten. Damals schrieb man den dritten Spieltag, heute den zweiten. Wenn erneut der erste Heimsieg gelingen sollte, darf man mit Fug und Recht über einen gelungenen Saisonstart sprechen. Nach dem 3:1-Kampfsieg in Wiesbaden konnte man letztlich auch bei der SpVgg Vreden souverän siegen und in die nächste Runde des Westfalenpokals einziehen. Gegner dort in der nächsten Runde ist der SSV Buer, der jedoch höchstwahrscheinlich in das Schalker Parkstadion oder die Glückauf-Kampfbahn wechseln wird.
Aber morgen geht es nicht um Runden, sondern um Punkte. Drei stehen auf dem Spiel und das wird schwierig genug. War der SCP beim selbsternannten Aufstiegsfavoriten aus der hessischen Landeshauptstadt mehr Außenseiter, liegt die Favoritenrolle diesmal eher bei der Heimmannschaft. Dennoch: Auch Ingolstadt hat trotz Kürzungen der Audi-Gelder Ambitionen vorne mit dabei zu sein. Zwar verlor man im Sommer zwei eminent wichtige Leistungsträger wie Max Besuschkow (MSV Duisburg) und Marcel Costly (1. FC Heidenheim), hat aber mit u.a. Vinko Šapina auch ordentlich Qualität verpflichtet. Auch ein alter Bekannter wechselte nach Bayern, nämlich Lars Lokotsch.
Im Gegensatz zu mach anderen, entschied er sich gegen das Angebot von Fortuna Düsseldorf (und ebenso Rot-Weiss Essen) und soll gemeinsam mit Obed Chidindu Ugondu das neue Sturmduo der Gäste bilden. Mit Sabrina Wittmann kommt zudem die einzige deutsche Profitrainerin ins Preußenstadion, die 35-Jährige stand bereits 80-mal an der Seitenlinie, was in dieser Liga alles andere als normal ist. An der Hammer Straße ist sie jedoch erstmals zu Gast.
Ndikom für Mees – und sonst?
Erstmals bei einem Pflichtspiel im Preußenstadion steht auch Thomas Wörle vor der Heimbank. Aus Zeiten beim SSV Ulm ist er zwar mit dem magischen Ort vertraut, aber auch für ihn ist es morgen die Premiere. Verzichten muss er dabei neben den weiterhin ausfallenden Schulz, Bolay, Scherder und Batmaz auf Co-Kapitän Joshua Mees. Preußens Nummer Acht verletzte sich in Wiesbaden leicht und ist noch keine Option, gegen Karlsruhe darf man jedoch auf seine Rückkehr hoffen. Ersetzt wird er höchstwahrscheinlich von Montell Ndikom, der mit einem Doppelpack gegen Wiesbaden groß aufspielte.
Ansonsten ließ Wörle auf der Pressekonferenz noch offen, ob weitere Änderungen in der Startelf passieren werden. Im Pokal in Vreden sammelten Kapitän Koulis und Zeller einige Spielminuten, der Rest durfte sich mehr oder weniger erholen. Da Wörle Antonio Tikvić attestierte, dass zwei Spiele nach langer Pause zu viel sein könnten, erhält Tim Dietrich morgen wohl erneut den Vorzug auf der linken Innenverteidigerposition, rechts könnte Torge Paetow einen Tag nach seinem 31. Geburtstag ein verspätetes Geburtstagsgeschenk erhalten, sollte Wörle der Meinung sein, dass drei Spiele auch für Lucas Zeller zu viel sind.
Zentral gab Samuel Althaus sein Pflichtspieldebüt in Vreden, morgen dürften jedoch erneut Rico Preißinger und Wesley Adeh den Vorzug erhalten. Was Wörle aber auf der Pressekonferenz betonte: Alle jungen Spieler sind bereit. Dass er keine Scheu hat, sie reinzuwerfen zeigte er bereits. So dürfte nicht nur Ex- und U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling warm ums Herz geworden sein, als mit Leon Tasov und Marvin Schulz junior zwei seiner ehemaligen Schützlinge in Wiesbaden die Vorentscheidung besorgten. Fußballerisch war das Ganze sicher ausbaufähig, aber kämpferisch überragend.
Sticker-Verkauf vor dem Spiel am Container der Fangemeinschaft
Genug zum Sport, denn allzu viel kann man über einen Gegner wie Ingolstadt, ohne das despektierlich zu meinen, auch nicht berichten. Gerade mal 100 Gästefans werden morgen erwartet. Bei einem Verein, der vor 11 Jahren noch Bundesliga spielte wohlgemerkt. Der positive Effekt jedoch: Es gibt mehr Karten für Preußen-Fans. Die neue Kapazität beträgt nun 13945 Zuschauer. Auf der neuen Osttribüne sind knapp 7000 Karten vergriffen, auf der West gibt es noch ca. 300 Restplätze. Es wird spannend, wie sich die Lautstärke verändern wird. Von einer Kurve weit weg vom Spielfeld und einer Aschebahn dazwischen, dazu unüberdacht hin zu einer Stehtribüne direkt am Spielfeld und mit Dach. Der Heimvorteil dürfte jedoch mehr zum tragen kommen, als auf der Gegengerade.
Die ganze Woche über haben wir von Nullsechs.de unsere neuen Stickermotive angeteasert. In voller Pracht begutachten und natürlich käuflich erwerben könnt ihr sie morgen am Container der Fangemeinschaft. Alles weitere erfahrt ihr auf der Homepage der Fangemeinschaft. Wie immer ist der Verkauf Teil der Saisonspende, sämtliche Erlöse gehen an wohltätige Zwecke! Wenn ihr nicht nur mit Stickern eure Unterstützung zeigen wollt, dann registriert euch ebenfalls noch gerne für die Saisonspende, die magische 100.000 €-Marke soll in dieser Saison auf jeden Fall noch fallen.
Am 19. Februar vermeldete der SC Preußen die erschütternde Nachricht vom Tod von Thomas „Hacky“ Hackmann, dem allseits bekannten wie beliebten Platzwart. Hacky hatte zwei große Leidenschaften: Den SCP und die Musik. Noch zu Lebzeiten arbeitete Hacky an seinem eigenen Preußen-Song, dieser wurde nun posthum fertiggestellt und veröffentlicht:
Während Fiffi von oben zuschaut und sieht wie seine Fahne weht, sieht Hacky hoffentlich morgen zu und hört, wie sein Song erklingt.
Was war ansonsten? Nachdem die Mannschaft in Wiesbaden den Gegner niedergekämpft hatte, schallte auch wieder „Alle zusammen für Preußen Münster“ wieder durch das Rund. Ebenso in Vreden. Vergangene Saison wurde dies insbesondere ausgelöst durch die Niederlage gegen Arminia Bielefeld nicht mehr durchgeführt und zelebriert. Schön, dass sich auch hier die Wogen geglättet. Aus vielen Jahren in Liga 3 weiß der geneigte Preußen-Fan nämlich: Es geht nur gemeinsam. Daher auch an dieser Stelle wieder:
Alle zusammen für Preußen Münster!










