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Nach einem furiosen Auftritt steht der SC Preußen im Achtelfinale des Westfalenpokals

Als kurz vor 21 Uhr die Sonne hinter der West-Tribüne unterging, holte sich die Mannschaft des SC Preußen vor der Fiffi-Gerritzen-Kurve den verdienten Applaus für eine souveräne Leistung und einen unterhaltsamen Fußballabend ab. Soeben hatten unsere Jungs mit einem beeindruckenden 10:0 gegen den SSV Buer 07/28 das Achtelfinale des Krombacher Westfalenpokals erreicht. Besonders die beiden Youngster Marvin Schulz junior mit vier und Mikail Demirhan mit drei Treffern machten nachdrücklich auf sich aufmerksam und unterstrichen, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen sein wird.
Guter Besuch und eine veränderte Startformation
3957 Zuschauer waren gekommen, um am Mittwochabend die Zweitrundenbegegnung zwischen dem SCP und den Gästen aus dem Norden Gelsenkirchen zu sehen, und sie dürften – die ca. 40 Anhänger der Gäste einmal ausgenommen – vollkommen auf ihre Kosten gekommen sein. Trainer Thomas Wörle, der vorher noch vor den Gefahren solcher „David-gegen-Goliath-Spiele“ gewarnt hatte, schickte, im Vergleich zum KSC-Spiel, eine stark veränderte Anfangsformation auf den Platz: Matthis Harsmann stand zwischen den Pfosten, Kapitän Niko Koulis wurde in der Dreierkette von Zeller und Varellmann flankiert, Tasov, Adeh, Korte und Makridis bildeten das Mittelfeld und im Sturm sollten neben Felix Higl die schon genannten Schulz und Demirhan für Torgefahr sorgen.
Von Beginn an kannte das Spiel nur eine Richtung, immer mit flüssigen Kombinationen und schnellen Flügelläufen auf die 90 Minuten lang frenetisch anfeuernde FGK zu. So dauerte es dann auch nur zehn Zeigerumdrehungen, bis es zum ersten Mal klingelte. Varelmann flankte auf Schulz und der traf zum 1:0. Vier Minuten später schickte Makridis erneut Schulz und es stand 2:0. In der 22. Minute kombinierten sich Tasov und Schulz schön in den Sechzehner der Gäste und letzterer schnürte mit einem sehenswerten Lupfer einen lupenreinen Hattrick. So letztmalig in einem Pflichtspiel im März 2013 von Mehmet Karah gegen Osna gesehen.
Buer von Beginn an überfordert
Das ging dem bemitleidenswerten Westfalen-Ligisten alles etwas zu schnell. Die Schwarz-Weiß-Grünen ließen aber nicht nach und blieben weiter gierig. Erst legte Higl, der im Zentrum immer zwei bis drei Gegenspieler beschäftigte und so Räume für seine Mitspieler schuf, in der 36. Minute schön auf Demirhan ab, der zum 4:0 vollendete, dann war es drei Minuten später erneut Schulz, der eine Flanke von Varelmann einnetzte. Noch bevor Schiedsrichter Jörn Schäfer zum Pausentee bitten konnte, markierte erneut Demirhan, diesmal auf Flanke von Schulz, den 6:0‑Pausenstand.
Preußen bleibt auch nach der Pause torhungrig
Nach der Halbzeit brachte unser Coach Scharlau für Makridis und Stuhlmacher für Higl und weiter ging es, immer nur in eine Richtung. Erst trug sich Adeh mit einem sehenswerten Schuss in die Torschützenliste ein (48.), dann tat es ihm der ebenfalls überragende Varelmann nach einer Stunde gleich. Das Spiel wurde jetzt etwas ruhiger, Sertdemir, Preißinger und Kolbe kamen und dann zogen die Preußen das Tempo nochmal an. Zehn Minuten vor dem Ende setzte erst Stuhlmacher Demirhan ein, der seinen dritten Treffer markierte, und zum Abschluss drosch Louis Kolbe den Ball mit einem sehenswerten Schuss in die Maschen (84.).
Endlich wieder ein Heimsieg
10:0, das war es, und die Mannschaft konnte sich von ihren begeisterten Fans in der Kurve feiern lassen. Da war er wieder, der süße Geschmack des Heimsieges, den wir so lange vermisst haben! Am Donnerstag ist trainingsfrei, dann beginnt die Vorbereitung auf das nächste Auswärtsspiel bei Viktoria Köln. Auswärtssiege sind übrigens auch eine feine Sache!
Alle zusammen für Preußen Münster!










