Ein Dämpfer zur rechten Zeit – Preußen unterliegt Heracles Almelo

2025/2026 - Vorbereitung - Preußen Münster - Heracles Alemeo

Alle Jahre wieder zur Vorbereitung auf die neue Saison messen sich die Preußen, zwecks Standortbestimmung, in Billerbeck mit Heracles Almelo. So fanden sich auch am gestrigen Freitag die in Freundschaft verbundenen Fans beider Lager bei sommerlichen Temperaturen  im Sportzentrum Helker Berg ein, um sich bei Bratwurst, Pommes und Bier vom aktuellen Leistungsstand ihrer jeweiligen Teams zu überzeugen.  Der zweifache niederländische Meister, der 2023 in die Ehrendivision zurückgekehrt ist, hatte die letzte Saison auf Platz 14 abgeschlossen und versprach eine echte Standortbestimmung für die runderneuerten Adlerträger zu werden.

Zur Freude der gut 3000 Zuschauer hatten sich beide Vereine kurzfristig darauf verständigt viermal 30 Minuten zu spielen, sodass alle Spieler auf ihre Einsatzzeiten kommen konnten. Vor dem am Sonntag beginnenden Trainingslager für Trainer Alexander Ende noch einmal die Möglichkeit, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wo die neuformierte Mannschaft jetzt steht, wie sie das neue System verinnerlicht hat und woran noch gearbeitet werden muss. Eines kann man vorwegnehmen, das machten die gestrigen 120 Minuten allen Preußen deutlich,  es liegt noch einiges an Arbeit vor dem Team, bevor es dann am 02. August in Karlsruhe erstmals um Punkte geht.

Zäher Beginn

Der SCP begann mit der vermeintlichen „ersten“ Elf, die man sich so auch für den Saisonstart vorstellen könnte: Im Tor Schenk, davor die Viererkette mit Meyerhöfer, ter Horst, Koulis und Makridis, Benger, Hendrix, Bouchama und Batista Meier im Mittelfeld und er Doppelspitze Amenyido/ Vilhelmsson. Beide Mannschaften liefen von Beginn an hoch an, führten die Zweikämpfe energisch und neutralisierten sich im Mittelfeld. Almelo versuchte schnell umzuschalten und in die Tiefe zu spielen, die Adlerträger waren bemüht sich über Kombinationen und Ballstafetten Chancen zu erspielen.

Unterm Strich, bedingt durch viele Ungenauigkeiten, eine eher zähe Veranstaltung.  So war es symptomatisch, dass es bis zur 27. Minute dauerte, bis Makridis mit einer schönen Einzelaktion erstmals das Tor des Gegners in Gefahr brachte. Trainer Ende war mit der gebotenen Leistung hörbar nicht zufrieden und forderte lautstark mehr Tempo und Abschlüsse.

Nach der Pause zieht Almelo das Tempo an

Das erste Viertel endete torlos und nach kurzer Pause erhöhten die Niederländer spürbar die Schlagzahl, um dann in der 46. Spielminute, nach schönem Steckpass in die Schnittstelle der Kette, durch Tristan van Gilst, der Schenk verlud, mit 1:0 in Führung zu gehen. Kurz vor der nächsten Pause erhöhte Ivan Mesik gekonnt per Seitfallzieher zum 2:0 und direkt nach der Pause klingelte es erneut. Jizz Hornkamp verwertete eine scharfe Hereingabe gekonnt zum 3:0.

Die meisten der grün-weiß-schwarz gewandeten Anhänger rieb sich verwundert die Augen, hatte man doch nach zuletzt ansprechenden Leistungen in der Vorbereitung die eigene Mannschaft schon weiter gesehen. Und auch das Trainer-Team war immer wieder lautstark zu hören und suchte Einzelgespräche mit den Spielern, die ihrerseits auch nicht den glücklichsten Eindruck machten.

Preußen nach Wechseln verbessert

Mittlerweile war durch gewechselt worden und Jaeckel, Paetow, Scherder, Bolay, Preißinger, Benjaminis, Gueye, Lokotsch und Batmaz standen auf dem Platz. Almelo zog sich nun etwas zurück und Münster gelang es mehr und mehr offensive Akrionen zu kreieren. Besonders Batmaz wusste zu gefallen, bewegte sich gut und hatte mehrfach die Chance auf dem Fuß (94.), doch der gut aufgelegte de Keijzer im Tor von Almelo brachte die Preußen-Offensive mehrfach an den Rand der Verzweiflung.

Die Preußen hatten jetzt mehr Zugriff auf das Spiel, zeigten ein paar sehenswerte Kombinationen und scheiterten durch Lokotsch (72.), Scherder (73.) und dem ebenfalls auffälligen  Marvin Benjamins (83.) – nach toller Kombination über Gueye und Bolay – immer wieder aus aussichtsreicher Situation. In diese Drangphase herein trafen die Niederländer dann sogar bei einer ihrer wenigen Offensivaktionen noch mit einem abgefälschten Schuss von Giandro Sambo zum  4:0 (113.), ehe Amenyido mit einem Kopfball nach Bolay Ecke, zum 1:4 Endstand traf.

Generalprobe gegen Viktoria Köln

Jetzt geht es erstmal ins Trainingslager und dafür dürfte das Spiel genügend Hinweise für das Trainer-Team gegeben haben, an welchen Stellschrauben man drehen kann und woran noch dringend gearbeitet werden muss. Da wäre zum einen das mangelnde Tempo und der gerade in den ersten zwei Vierteln sehr behäbige Spielaufbau und die absolute Harmlosigkeit bei Standartsituationen, die Situation beim Ehrentreffer einmal ausgenommen. Auch dürfte die Frage nach der ersten Elf für Karlsruhe noch völlig offen sein. Nächsten Samstag, bei der Generalprobe gegen Viktoria Köln (über erneut viermal 30 Minuten), werden wir mehr wissen und das Team hoffentlich seine Lehren aus dem gestrigen Spiel gezogen haben.

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