Vor der Länderspielpause noch einmal alles raushauen

2025/2026 - Vorschau - Greuther Fürth - SC Preußen Münster
Foto: Sanders (SCP)

Einmal noch müssen die verbliebenen Spieler des SC Preußen die Zähne zusammenbeißen und alles geben, dann bietet die Länderspielpause die Möglichkeit, den Akku wieder aufzuladen, und vielleicht lichtet sich dann ja auch das Lazarett etwas. Denn danach stehen den Adlerträgern harte Wochen mit Spielen gegen die Spitzenteams von Schalke, Hannover und Elversberg sowie dem Auswärtskracher auf der Bielefelder Alm bevor. Es wäre also nicht verkehrt, am morgigen Freitag im Sportpark Ronhof, beim dreimaligen Meister, etwas Zählbares mitzunehmen.

In Fürth begann vor 15 Monaten das Abenteuer 2. Liga

In Fürth begann am 04. August letzten Jahres nach 33 Jahren Abwesenheit, das Abenteuer zweite Bundesliga. Trotz eines starken Auftritts und dem letzten Pflichtspieltor von Malik Batmaz, hieß es am Ende 1:3 aus Sicht der Preußen. Erstmalig machte man dabei unliebsame Bekanntschaft mit dem VAR. Im Rückspiel bezwangen unsere Jungs dann nach einer couragierten Leistung den Kontrahenten aus Franken durch ein spätes Tor von Joshua Mees mit 2:1.

Die Fürther, die mittlerweile der Dino der zweiten Liga sind und die ewige Tabelle anführen, starteten mit hohen Erwartungen in die Saison, finden sich aber zurzeit auf dem 16. Tabellenplatz wieder, was den Job für Trainer Thomas Kleine nicht gerade angenehm macht. Zwar steht die Spielvereinigung immer für Spektakel, immerhin fallen im Schnitt 4,27 Treffer bei Spielen mit Fürther Beteiligung, doch scheint es besonders in der Defensive zu haken, wie beim 0:6 in Elversberg oder der 1:4 Heimniederlage gegen den KSC deutlich wurde.

Fürth wird trotz Platz 16 kein Selbstläufer

Trotz allem verfügt die Mannschaft um den erfahrenen Branimir Hrgota über ganz viel spielerische Klasse und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, denn, so sagt Trainer Alexander Ende: „Selbstläufer gibt es in dieser Liga nicht.“ Klar ist, um morgen zu bestehen, braucht es wieder eine ähnlich leidenschaftliche und geschlossene Leistung, wie in der zweiten Hälfte gegen Kiel. „Unsere Herangehensweise bleibt gleich. Wir denken das Spiel von uns aus und wollen emotional, inhaltlich und energetisch alles in diese Partie packen, um mit einem positiven Gefühl in der Länderspielpause etwas durchzuatmen“, so die Ansage unseres Trainers.

Neue personelle Möglichkeiten für Trainer Ende

Wieder mit dabei ist, nach abgesessener Gelbsperre, Kapitän Jorrit Hendrix, der dem Mittelfeld noch mehr Struktur geben könnte. Auch Oscar Vilhelmsson und Luca Bolay haben sich zurückgemeldet und dürften zumindest für einen Kurzeinsatz infrage kommen. Es wird interessant sein zu sehen, ob Bolay Mikkel Kirkeskov, der seinen Job in der Abwehr zuletzt souverän verrichtete, aus der Startformation verdrängt oder ob vielleicht Marco Meyerhöfer, nach seinem Kurzeinsatz gegen Kiel, an alter Wirkungsstätte eine Chance erhält. Denn, gerade in der Abwehr konnte sich bis jetzt keine Formation über längere Zeit einspielen, weshalb auch noch kein Mal die Null am Ende einer Begegnung stand.

Die Mittelfeldraute werden wohl Preißinger – ihm droht die fünfte gelbe Karte –, Hendrix, Bouchama und Sertdemir bilden und im Sturm dürfte es, ob der Verletzungen von Mees, Batmaz und Amenyido, auf das Duo Batista-Meier und Lars Lokotsch hinauslaufen. Der Gegner wird auf jeden Fall alles hineinwerfen, um nicht auf einem Abstiegsplatz in die Länderspielpause zu gehen, und so ist von Beginn an mit einem heißen Tanz zu rechnen. Das spielerische Potenzial ist bei den Gastgebern auf jeden Fall vorhanden. Der Schlüssel zu einem Erfolg wird sein, früh zu attackieren, den Franken den Spaß am Spiel zu nehmen und sie nicht ins Rollen kommen zu lassen und die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen.

Mit einem Sieg, könnte der SCP sein Polster auf die gefährliche Zone noch einmal ausbauen, was im Hinblick auf die dann kommenden Begegnungen sicher nicht verkehrt wäre. Bleibt zu hoffen, dass wir dieses Mal von Verletzungen und überflüssigen gelben Karten verschont bleiben. Bis Mittwoch hatten sich 600 Fans ein Ticket für das Spiel gesichert und werden sich morgen, so sie denn nicht schon heute anreisen, auf die 486 km lange Reise machen, und vielleicht gelingt es ja dann, in diesem einzigartigen Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft, auch auswärts wieder einmal Zählbares mitzunehmen.

Alle zusammen für Preußen Münster!


Vorbericht Nullsechs.TV

Der Spieltag

2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 7. Nov. 2025
- 18:30
SpVgg Greuther Furth
1 0
SC Preußen Münster
2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 7. Nov. 2025
- 18:30
SG Dynamo Dresden
1 2
1. FC Nürnberg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 8. Nov. 2025
- 13:00
Hannover 96
2 3
SV Darmstadt 98
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 8. Nov. 2025
- 13:00
FC Schalke 04
1 0
SV Elversberg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 8. Nov. 2025
- 13:00
Arminia Bielefeld
4 0
Karlsruher SC
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 8. Nov. 2025
- 20:30
1. FC Kaiserslautern
0 1
Hertha BSC Berlin
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 9. Nov. 2025
- 13:30
1. FC Magdeburg
0 1
SC Paderborn 07
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 9. Nov. 2025
- 13:30
Holstein Kiel
1 0
Fortuna Düsseldorf
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 9. Nov. 2025
- 13:30
Eintracht Braunschweig
0 2
VfL Bochum

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