Heim-Blog: Nachbetrachtung der JHV vom 16.11.2025
Im Heim-Blog hat jeder Fan die Chance, unsere Plattform zu nutzen und mit seiner Meinung in einem Artikel zu füllen. Andreas Bode hat dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung getan.
Das war eine in vielen Belangen bemerkenswerte JHV. Wer sich noch an verrauchte Hinterzimmer in Gaststätten erinnert (ja, das gabs früher wirklich), der wurde beim Anblick der rund eintausend versammelten Mitglieder in der Halle Münsterland mindestens in ungläubiges Staunen versetzt.
Was mich am meisten beeindruckte, war, dass das Ergebnis der Wahlen zum Aufsichtsrat ein Spiegel des Geistes war, der derzeit das Selbstverständnis des SCP prägt: „Tradition mit Zukunft“
Wir haben es meiner Meinung nach bewiesen, dass die Werte des Vereins – verankert im Leitbild – tatsächlich gelebt werden. Wir alle sind uns bewusst, dass wir die letzten Jahrzehnte mehr in den Niederungen des deutschen Fußballs und einer nostalgischen Antikarena verbrachten, haben aber die Zukunft und Chancen im Blick.
Bescheidenheit, Bodenständigkeit, Nachhaltigkeit, aber auch Wachstum, Ambition und Kompetenz beschreiben das gegenwärtige Image unseres Vereins für mich am passendsten.
Status quo als Quintessenz:
- 2. Liga Mittelfeld
- neues Stadion in Reichweite
- großartiges Geschäftsergebnis
- große Identifikation des Umfelds mit dem Verein
- Verankerung des SCP im Stadtbild
- diskreter Austausch mit der aktiven Szene auf Augenhöhe
- usw….
Wenn jemand vor ein paar Jahren behauptet hätte, dass das alles so möglich sei, hätten nicht wenige demjenigen zu weniger Drogenkonsum geraten. Die bisherigen Protagonisten wurden durch die Wahlergebnisse zu Recht für ihr Engagement belohnt und mit “Harry” um eine hoffnungsvolle Personalie bereichert. Ich schließe mich ebenso dem mehrfach ausgesprochenen Dank an Christoph Strässer als Mitinitiator der neuen Identität an.
„Alle zusammen für Preußen Münster.“
Die unfassbare und völlig berechtigte Demontage von Thomas Röttgermann ist eine klare Botschaft der Mitglieder, was wir bei Preußen Münster nicht bzw. nie wieder erleben wollen: Selbstdarstellung, Gutsherrenmentalität, verschwurbelte Kommunikation, Selbstbereicherung, undurchsichtiges Geschäftsgebaren, mangelhafte Integrität und ein „Schneller, höher, weiter!“ um jeden Preis.
Wir haben gestern einen weiteren Nachweis für den Zusammenhalt im Verein geliefert und darauf bin ich sehr stolz!
Auch wenn die sportliche Zukunft ungewiss und momentan extrem herausfordernd ist, haben die Mitglieder für die kommende Periode ein festes Fundament für unseren weiteren Weg gelegt.
Darauf sollten wir uns auch dann besinnen, wenn es mal nicht so gut läuft.
Andreas Bode
