Die Knappen zu Gast an der Mottekstrehle
Nach zwei Wochen durchatmen und Kopf frei kriegen (auch einfach „Länderspielpause) heißt es am Samstag um 13 Uhr endlich wieder „Wie schön es ist…“ oder auch: Es ist wieder Spieltag.
Während die Adlerträger sich mit einer knappen Niederlage in Führt in die Zwangspause verabschiedeten, konnte Schalke drei Punkte gegen Elversberg im Pott behalten. Die Ausgangslage bei den beiden Traditionsmannschaften könnte also kaum unterschiedlicher sein. Mit 14 Punkten aus 12 Spielen hat das Team von Alexander Ende einen soliden 12. Platz inne, aber die offensive Ausrichtung führt leider noch sehr oft zu Anfälligkeit in der Defensive. Ein bisschen mehr Sicherheit hinten und der ein oder andere Rückkehrer könnten der Schlüssel sein, um den Knappen das Leben schwer zu machen. Schalke hingegen kann trotz der vielen verletzungsbedingten Ausfälle mit breiter Brust aufspielen, immerhin kommen sie als zweiter der Tabelle ins schöne Münsterland und träumen selbstverständlich bereits vom Aufstieg. In den letzten beiden Aufeinandertreffen konnten die Knappen als Sieger vom Platz gehen. Vermutlich wissen sie aber bis heute nicht, wie sie das geschafft haben.
Personalsorgen auf beiden Seiten
Während die Liste der Verletzten sich bei den Preussen langsam kürzt und es wieder mehr Optionen im Kader geben wird, muss Miron Muslic auf Antwi-Adjei (Wadenverletzung), Bachmann (Fersenprobleme), T. Becker (Innenbandriss), V. Becker (5. Gelbe Karte), Gomis (Oberschenkelverletzung), Heekeren (Oberschenkelverletzung), E. Höjlund (Fußverletzung), Kalas (Knieverletzung), Lasme (Wadenverletzung), Remmert (Oberschenkelverletzung) und Younes (Faserriss) verzichten. Letzterer hat durch seinen Ausfall also genug Zeit, Kugelstoßen zu schauen.
Für weitere Personalsorgen könnten Preißinger und ter Horst sorgen, sollten sie gegen Schalke die jeweils 5. Gelbe Karte sehen. Damit wären sie dann für das Derby gegen die Ostwestfalen gesperrt.
Laut Alexander Ende hat man aus der Niederlage gegen Greuther Führt gelernt und ist sich bewusst, dass Schalke durch die vielen langen Bälle, das gradlinige Spiel und der Intensität auf 2. Bälle sehr schwer zu knacken ist. Nach der Länderspielpause hatte das Team keine Probleme, den Rhythmus aufzunehmen. Die Mannschaft muss, wie in der Vergangenheit, wieder alles auf dem Platz lassen. Für die Begegnung hätten problemlos mehr als 50.000 Tickets verkauft werden können. „Die Leute haben Lust auf das Spiel. Und wir auch“ so der Coach.
Laut diverser Fanmagazine im Internet könnte es an diesem Wochenende wohl in vielen Stadien zumindest kurzzeitig weniger stimmungsvoll werden. Einige Fanszenen planen demnach wohl einen 12-minütigen Stimmungsboykott, der in Verbindung mit den Protesten in Leipzig und der Innenministerkonferenz steht.
Wichtig ist auch neben dem Platz
Am vergangenen Sonntag wäre er bei der Jahreshauptversammlung noch für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt worden, leider ist Helmut Menzel, der bereits in der Jugend und auch im Gründungsjahr der Bundesliga für die Adlerträger auflief, im Alter von 90 Jahren verstorben. Für ihn soll kurzfristig noch eine Schweigeminute organisiert werden.
Auch der Wünschewagen des ASB ist wieder im Stadion zu Besuch. So kann einem Schalke-Fan, der auf der Palliativstation liegt, ein vielleicht letzter Stadionbesuch ermöglicht werden. Der Wünschewagen erfüllt schwerkranken Menschen Wünsche wie Stadionbesuche oder einen Tag am Strand. Solltet ihr also noch ein Ziel für die Saisonspende suchen, habt ihr hier noch Inspiration.
Jetzt noch einmal schlafen, dann heißt es „Kratzen, kämpfen, beißen“ und
Alle zusammen für Preußen Münster!
