Welcome back Saison 25/26, Team, Schulz und KSC
Hallo liebe Rückrunde – da bist du ja endlich. Ganze vier Wochen mussten wir auf dich warten, nun geht es wieder los. Zum Auftakt empfängt der SCP den Karlsruher SC, einen direkten Tabellennachbarn. Die Badener haben lediglich zwei Punkte mehr auf dem Konto und mit einem Sieg könnten die Adlerträger in der Tabelle an ihnen vorbeiziehen. Das Hinspiel ging nach einem 0:2-Rückstand und einer roten Karte für den SCP denkbar knapp verloren: Erst in der 88. Minute erzielte der KSC den 3:2-Siegtreffer. Doch die Karten werden neu gemischt.
Eine respektable Hinrunde, in der der SCP 4 Punkte mehr sammelte als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, bestätigt einmal mehr, dass sich die Preußen vor niemandem verstecken müssen. Angst vor keinem Gegner – diese Haltung zieht sich durch die gesamte Saison. Der KSC soll die erste Station auf dem Weg sein, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Auch wenn die Karlsruher am Samstag ihr 1.000. Zweitligaspiel bestreiten, Geschenke wird es in Münster keine geben.
Der KSC mit Abwehrproblemen
Personelle Verstärkungen gab es bislang weder in Münster noch in Karlsruhe, wobei die Badener diesen Schritt vermutlich noch nachholen werden. Aktuell plagen den KSC erhebliche Personalprobleme in der Defensive: Marcel Beifuss verletzte sich im Trainingslager, Nicolai Rapp musste sich einer kleinen Operation unterziehen, zudem fällt Christoph Kobald aus. Damit stehen Trainer Christian Eichner am Samstag nur zwei von fünf gelernten Innenverteidigern zur Verfügung.
Eine Nachverpflichtung ist nicht ausgeschlossen, doch Eichner betonte auf der Pressekonferenz am Donnerstag: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Eine kurzfristige Lösung ist daher eher unwahrscheinlich. Dennoch bleibt die Dreierkette eine Option, wobei der fehlende Innenverteidiger durch einen Außenverteidiger oder einen Sechser ersetzt werden könnte.
Unabhängig von den aktuellen Ausfällen besteht ohnehin Handlungsbedarf: Mit 33 Gegentoren stellt der KSC eine der schwächsten Defensivreihen der Liga. Nur Fürth und Dresden mussten noch häufiger den Ball aus dem eigenen Netz fischen.
Der letzte Karlsruher Sieg datiert vom 11. Spieltag gegen Schalke 04. Seitdem ist der KSC sieglos, fünf Niederlagen und ein Unentschieden aus den letzten sechs Spielen sind deutlich zu wenig für ein Spitzenteam. Rund 1.560 KSC-Fans werden ihre Mannschaft begleiten. Ein Platzsturm wie am 11.05.2019, als der KSC in Münster den direkten Wiederaufstieg perfekt machte, ist diesmal jedoch eher nicht zu erwarten.
Von Spanien zurück in die Antikarena
Das Trainingslager in Murcia erwies sich im Nachhinein als goldrichtige Entscheidung. Vom 3. bis 8. Januar war in Münster aufgrund einer dicken Schneeschicht zeitweise kaum an einen geregelten Trainingsbetrieb zu denken. Umso erfreulicher ist, dass auch Antonio Tikvic mit nach Spanien reisen konnte. Er arbeitet intensiv an seinem Comeback und rückte wieder näher an die Mannschaft heran.
Einen Vorteil gegenüber dem KSC bringt das Trainingslager allerdings nicht, denn auch die Karlsruher bereiteten sich in Spanien auf die Rückrunde vor. SCP-Trainer Alexander Ende erinnerte auf der Pressekonferenz noch einmal an das Hinspiel: „Wir waren in Karlsruhe nicht die schlechtere Mannschaft, haben in Unterzahl den Ausgleich erzielt und sind mutig geblieben.“ Dieses Gefühl zieht sich durch die gesamte Saison, am Samstag soll sich dieser Eindruck nun auch in Punkten widerspiegeln. Denn nur mit guten Ansätzen hält kein Verein die Klasse.
Dazu beitragen sollen auch beide Marvin Schulz. Schulz Junior hat sich mit starken Leistungen im Training und in der U23 einen Kaderplatz verdient. Schulz Senior ist nach knapp drei Monaten Pause wieder fit, wird ebenfalls im Kader stehen, soll aber maximal 45 Minuten zum Einsatz kommen, die Tendenz geht sogar eher zu noch weniger Minuten. Damit lichtet sich das Lazarett weiter.
Im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten Oud-Heverlee Leuven, in dessen Reihen auch Henok Teklab stand, blieb der SCP zudem von Verletzungen verschont. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man an vergangene Testspiele denkt.
Pander for President
Ab dem 17. Januar 2026 ist Christian Pander neuer Präsident des SC Preußen 06 e. V. Münster. Der Aufsichtsrat entschied einstimmig für Pander. Ihm zur Seite stehen Christoph Mangelmans (Vizepräsident), Burkhard Brüx, Holger Averbeck und Sören Weinfurtner. Neu im Vorstand sind zudem Noemi Hutter und Ole Gläser, die sich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vorgestellt haben.
Ein Thema, das künftig stärker in den Fokus rücken soll, ist der Frauenfußball. Mit Noemi Hutter wurde eine ausgewiesene Expertin in den Vorstand gewählt. Als Vorsitzende des Kreisfußballausschusses Münster ist sie maßgeblich für die strategische Ausrichtung des Frauenfußballs verantwortlich und vertritt dessen Interessen mit großem Engagement.
Ole Gläser wiederum wird sich insbesondere um die Belange der Fans kümmern. Diese Verantwortung liegt künftig nicht mehr allein bei Burkhard Brüx, sondern verteilt sich auf mehrere Schultern, und zwar für Fans aller Sportarten, die zum Kosmos des SCP gehören. Dem gesamten Vorstand wünschen wir für die anstehenden Aufgaben viel Erfolg.
Club-Fan-Dialog
Zum Club-Fan-Dialog am vergangenen Donnerstag mit dem Schwerpunkt „Stadionumbau“ haben wir einen eigenen Artikel veröffentlicht. Daher gehen wir an dieser Stelle nicht näher darauf ein. Nur so viel: neben dem Stadion ging es unter anderem auch um Ticketing und Catering.
Wenn sich nach all diesen positiven Nachrichten nicht alle SCP-Fans auf den Start der Rückrunde freuen, dann weiß ich auch nicht.
Alle zusammen für Preußen Münster!
