Bittere Niederlage zum Jahresauftakt

2025/2026 - Spielbericht - SC Preußen Münster - Karlsruher SC - 0:2

Eigentlich war es eine sehr kurze Winterpause, aber als Fan fühlt sich die fußballfreie Zeit trotzdem immer wie eine halbe Ewigkeit an. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf das erste Spiel des neuen Jahres, das im heimischen Preußenstadion gegen den Karlsruher SC stattfand. Die sportliche Ausgangslage war dabei klar: Nach den Ergebnissen vom Vortag könnten sich die Adlerträger mit einem Sieg einen relativ komfortablen 4-Punkte-Vorsprung auf den von Arminia Bielefeld belegten Relegationsplatz erarbeiten. Zudem würden dadurch die seit November sieglosen Karlsruher ebenfalls in den Kreis der Abstiegsbedrohten rutschen.

Für zusätzliche Vorfreude sorgte übrigens der Blick in Richtung Osten des Preußenstadions, wo die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve längst ihre finale Größe erreicht hat und auch bereits alle Träger für das Dach installiert worden sind. Vielleicht dürfen wir ja tatsächlich noch ein paar Spiele in dieser Saison vor einer lautstarken und vollen Kurve genießen.

Das Verletzungspech geht 2026 weiter

Den ersten Dämpfer mussten die Adlerträger dann allerdings bereits vor dem Spiel hinnehmen. Bereits seit Monaten verfolgt den SCP insbesondere in der Offensive ein unglaubliches Verletzungspech, sodass die Ausfälle von beispielsweise Vilhelmsson, Batmaz und Mees bereits weit vorher feststanden. Zusätzlich muss nun Lars Lokotsch für einige Wochen pausieren, weshalb im Angriff langsam die Spieler ausgehen. So mussten es als Offensivspieler gegen den KSC vor allem Amenyido und Batista Meier richten, die allerdings beide nicht als eiskalte Torjäger bekannt sind.

Auf dem Rasen starteten die Preußen allerdings trotzdem engagiert und bestimmten in der ersten Hälfte weitestgehend das Geschehen. Die zum Teil hochkarätigen Chancen von 2x Sertdemir, 2x Benger, Hendrix und Benger fanden den Weg ins Tor aber nicht, weil sie entweder zu unpräzise waren oder der KSC-Keeper Bernat ein Gegentor verhindern konnte. Das Problem der fehlenden Gefahr bei Torabschlüssen ohne echten Knipser zeigte sich also erneut deutlich. Den Gästen gelang in Halbzeit eins nur ein echter Torschuss durch Ben Ferhat, der allerdings folgenlos blieb.

VAR-Ärger und Fehlerfrust

Nur wenige Minuten waren nach der Pause gespielt, als es im Stadion bei den für Januar relativ milden Temperaturen erstmals richtig hitzig wurde. Zunächst wurde Batista Meier im Strafraum zu Fall gebracht, wobei ein Elfmeter durchaus möglich schien. Das Schiedsrichtergespann ließ die Partie jedoch weiterlaufen, was tatsächlich in einem kurzen Torjubel mündete. Sertdemir luchste Bernat den Ball ab, woraufhin Hendrix die Übersicht behielt und das 1:0 erzielte. Allerdings schaltete sich der VAR diesmal ein und entschied darauf, dass Bernat die Kugel bereits unter Kontrolle hatte und Sertmedir den Ball regelwidrig behauptete. Somit wurde der Treffer aberkannt, was wohl nicht unstrittig ist. Die Elfmeter-Situation unmittelbar davor wurde hingegen kaum überprüft.

Die Überlegenheit der Preußen in der ersten Hälfte war nun vorüber, sodass die Badener ebenfalls vermehrt zu Torchancen kamen. Der endgültige Kipppunkt des Spiels ereignete sich dann nach 77 Minuten, als Johannes Schenk ein Fehler bei einem Befreiungsschlag unterlief, sodass Paul Jaeckel in Bedrängnis geriet. Dieser wusste sich nur mit einem Foulspiel zu helfen, woraufhin dieser (zu?) hart bestraft wurde und eine Rote Karte erhielt. Den fälligen Freistoß zirkelte KSC-Torjäger Wanitzek dann auch noch perfekt in das linke Eck und erzielte somit die Gäste-Führung. Die Münsteraner mussten nun also rund 15 Minuten in Unterzahl einem Rückstand hinterher laufen.

Die Preußen gaben das Spiel trotz des doppelten Rückschlags nicht auf und kamen noch zu gefährlichen Strafraumszenen durch Hendrix und Heuer. Der zweite Treffer des Tages fiel dann allerdings auf der anderen Seite. Nach einem Foul von Schulz an Pinto Pedrosa entschied der insgesamt schwache Schiedsrichter auf Elfmeter für die Blau-Weißen. Diesen verwandelte Wanitzek sicher und entschied damit die Partie.

Weiter geht’s mit zwei Auswärtsspielen

Nach dem frustrierenden Jahresauftakt warten auf die Preußen nun zwei Auswärtsspiele in Paderborn und Nürnberg. Sicherlich sind beides komplizierte Aufgaben, ein Blick auf die Tabelle zeigt allerdings, dass Punkte trotzdem von großer Bedeutung wären. Die Münsteraner belegen zwar einen nett anzuschauenden 13. Platz, allerdings beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch einen einzigen Punkt.

Alle zusammen für Preußen Münster!


Stimmen zum Spiel – Sky

Pressekonferenz nach dem Spiel

Der Spieltag

2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 16. Jan. 2026
- 18:30
Fortuna Düsseldorf
1 0
Arminia Bielefeld
2025/2026 - 2. Bundesliga
Fr., 16. Jan. 2026
- 18:30
Eintracht Braunschweig
0 3
1. FC Magdeburg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 17. Jan. 2026
- 13:00
1. FC Nürnberg
3 2
SV Elversberg
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 17. Jan. 2026
- 13:00
SG Dynamo Dresden
2 0
SpVgg Greuther Furth
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 17. Jan. 2026
- 13:00
SC Preußen Münster
0 2
Karlsruher SC
2025/2026 - 2. Bundesliga
Sa., 17. Jan. 2026
- 20:30
Hertha BSC Berlin
0 0
FC Schalke 04
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 18. Jan. 2026
- 13:30
VfL Bochum
3 3
SV Darmstadt 98
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 18. Jan. 2026
- 13:30
Holstein Kiel
2 0
SC Paderborn 07
2025/2026 - 2. Bundesliga
So., 18. Jan. 2026
- 13:30
1. FC Kaiserslautern
3 1
Hannover 96

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.