Aus den Augen aus dem Sinn, höchste Saisonpleite aus dem Hinspiel abgeschüttelt? – die Adlerträger empfangen die roten Teufel

Es war ein rabenschwarzer Tag. Totalausfall hinten und einfallslos vorne am Betzenberg vor gut 5 Monaten.
Am Sonntag um 13:30 soll alles anders werden, vielleicht nicht alles, gerne darf Oscar Vilhelmson treffen, aber das wird nichts, da er weiterhin verletzt ausfällt. Ansonsten brauchen wir einen komplett anderen Auftritt wie im Hinspiel unserer Jungs, aber der Trend ist positiv. Gegen Bochum und Düsseldorf wurden gepunktet, auch wenn man gerne mit mindestens einem Dreier aus den Spielen gegangen wäre. Das Preußenstadion ist erneut mit 10.642 Seegers, Kalinen und Koten restlos ausverkauft.
Richtungsweisende Wochen!
Zu Beginn der Saison war es kaum denkbar, dass wir der Abstiegszone so bedrohlich nah kommen. Im DFB-Pokal, gegen die Hertha, wurde regelrecht gezaubert. Tiki-Taka, Hacke Spitze eins, zwei drei und was es das Herz begehrte. Davon ist heute noch wenig zu sehen. Die Versuche und Ansätze kann man erkennen, aber so richtig erfolgreich werden wir damit nicht. Das ist auch Max Schulze-Niehues‘ Fazit, wenn er auf die bisherige Saison und den Rückrundenstart blickt. Er findet, dass die spielerische Idee verloren gegangen ist, man aber wieder erfolgreich wird, wenn man wieder in das Spiel von Anfang der Saison kommt und der Klassenerhalt dann nur noch eine Sache der Zeit ist. (Bild: Max glaubt an seine Preußen – Jochim Schuth)
So sehe ich das auch! Das, was man aktuell leider oft sieht, hat wenig mit dem zu tun, was unsere Jungs eigentlich könnten. Klar, wir haben mit Verletzungspech zu kämpfen, aber die anderen Jungs sind doch trotzdem auch beim Mannschaftstraining dabei. Ich glaube, dass wir wieder in dieses intensive Spiel, was Ende fordert, reinkommen können und die Gegner dann nach unserem Belieben dominieren können. Dafür müssen wir es aber erstens machen und zweitens ausreichend Torchancen erarbeiten, die dann von Shin Yamada, Oliver „OBM“ Batista-Meier und Etienne Amenyido verwertet werden können. Distanzschüsse aus der zweiten Reihe, etwas was man im Preußenstadion selten sieht, aber OBM doch so gut kann, in anderen Stadien fallen regelmäßig Distanzkracher, dann muss das für unsere Jungs auch drin sein.
Wie geht es den roten Teufeln?
Die Kurzform wäre: Puh, joa. Mal so, mal so.
In den vergangenen fünf Spielen holten sie sieben Punkte, dabei ein knapper 1:0-Dreier gegen Fürth oder ein deutliches 3:1 gegen Hannover. Aber halt auch eine 4:0 Klatsche von Darmstadt am vorletzten Wochenende, eine 3:1 Pleite gegen Elversberg oder ein 2:2 auf Schalke nach 2:0 Führung durch Doppelpacker Prtaijn.
Die letzten Wochen als FCK-Fan sind, zusammenfassend, nicht zufriedenstellend. Ein Auswärtsdreier in unserer Fahrradstadt muss unbedingt her, wenn die Aufstiegsambitionen gehalten werden wollen und der Anschluss nicht komplett verloren gehen soll.
Positive Nachricht für uns Preußen. Ivan Prtaijn fehlt mit einem Achillessehnenriss dem FCK länger. Bereits im Hinspiel hatte er einen Hattrick auf sein Torekonto verbuchen können.
Was geht, Preußen!
Schlechte Nachrichten vorweg. Jorrit Hendrix fehlt mit einer Kapselverletzung, Marcel Benger aufgrund eines grippalen Infekts und bei Rondic, Meyerhöfer und Koulis steht noch im Raum, ob sie es in den Spieltagskader schaffen.
Unsere Langzeitverletzten Antonio Tikvic, der sehr fleißig an seinem Comeback, aber eher gefühlten Debüt arbeitet, Malik Batmaz und Simon Scherder sowie die weiterhin verletzten Joshua Mees, Oscar Vilhelmsson, Lars Lokotsch und Luca Bolay.
Zurück ist aber unserer Straßenkicker, Yassine Bouchama, der seine Rotsperre abgesessen hat und nun auch direkt wieder starten dürfte aufgrund des Personalmangels. Das soll aber gar nicht heißen, dass er eine Notlösung ist. Ganz im Gegenteil, er bringt Charakter ins Spiel, er ist wie ein Motor in der Mannschaft und pusht sich und seine Kollegen immer weiter. Nach der roten Karte gegen Paderborn möchte er sich auch revanchieren und Taten sprechen lassen und kündigte dies bereits direkt nach dem Spiel gegen Paderborn an.
Einen Aufwärtstrend erfährt aktuell auch Johannes „Jojo“ Schenk. Er durfte gegen Düsseldorf seine erste weiße Weste dieser Saison entgegennehmen. Der Wackler, der zum indirekten Freistoß geführt hat, ist eine insgesamte Fehlerkette, an der sowohl Schenk als auch Schulz beteiligt sind. Aber diesen Fehler wird er abschütteln, denn danach absolvierte Schenk ein lupenreines Auswärtsspiel und sicherte uns die Null und somit auch den Punkt.
Was in Düsseldorf auch besonders deutlich und auffällig geworden ist, ohne OBM findet die Offensive nicht statt. Keine Kreativität, kein nichts, nur leere Bälle. Ab dem Moment wo OBM das Feld betreten hat, war es gleich viel besser. Man ist viel zielstrebiger Richtung Tor gegangen und die einzelnen Aktionen, um Tore zu erzielen, wurden schon deutlich besser kreiert. Oft hat nur das allerletzte bisschen gefehlt.
Ein Vorteil am Sonntag wird das Preußen-Wetter: Regen. Knapp über 10 Grad. Geil. Denkt also an die richtige Kleidung und festes Schuhwerk, es wird ein gipfelstürmendes Duell :)
Erster Neuzugang für den Sommer steht!
Niklas Varelmann (19) unterschreibt einen Profivertrag und wird ab Sommer Teil der ersten Mannschaft. Noch steht er für unsere U23 auf dem Rasen, aber bereits seit der U14 trägt er das Trikot unserer Adler. Der 1,90 groß gewachsene Linksverteidiger, der aber auch in der Mitte aushelfen kann, wird unseren Kader enorm verstärken und eine weitere Komponente, die aktuell fehlt. Dieser Wechsel ist ein Zeichen an die Jugend, dass sie es schaffen können und ihre Chancen bekommen, wenn sie immer weiter an sich arbeiten.
Ein trauriger Abgang!
Seit kleinauf ist er Preußen-Fan und später auch Greenkeeper. Thomas „Hacky“ Hackmann ist im Alter von 62 Jahren leider unerwartet von uns gegangen. Bei vielen Fans bleibt er für den „You‘ll never walk alone“-Gesang, bei den beiden Aufstiegen, in Erinnerung. Danke für alles, Hacky!
Alle zusammen für Preußen Münster!
Vorbericht Nullsechs.TV
folgt…
