Niederlage bei typischen Münster-Meimelwetter
Die Konkurrenz hatte vorgelegt. Bis auf Führt, haben alle Mannschaften im Abstiegskampf Punkte liegen lassen. Die Frage vor dem Spiel: Können die Preußen die Situation nutzen und gegen Kaiserslautern wichtige Punkte sichern?
Für dieses Ziel wechselte Alexander Ende in der Startelf fünf Mal. Für Meyerhöfer, Hendrix (Kapselverletzung), Sertdemir, Benger (grippaler Infekt) und Amenyido kamen Paetow, Preißinger, Bouchama, Raschl und Batista Meier. Daraus bildete sich folgende Startelf: Schenk – Paetow, Jäckel, Heuer, Ter Horst – Preißinger, Schulz, Bouchama, Raschl – Batista Meier und Rondic.
Spektakuläre Anfangsphase
10.624 Zuschauer sahen zu Anfang zwei aggressiv spielende Mannschaften im Preußenstadion. Sowohl der FCK als auch die Preußen hatten ihre Strafraum-Szenen in den ersten Minuten. In der 7. Spielminute sorgte dann aber ein unnötiges Foul von Rondic an Sirch im Preußen Strafraum für erste Aufregung. Schiedsrichter Patrick Schwengers stand unmittelbar daneben, hatte keine andere Wahl und zeigte sofort auf den Punkt. Marlon Ritter trat für Lautern zum Elfmeter an und schob die Kugel sicher ins linke untere Eck. Schenk ohne Chance, da er sich für die rechte Seite entschieden hatte.
Der frühe Rückstand war aber kein Grund, um die Köpfe hängen zu lassen. In der 21. Spielminute landete eine flache Ecke irgendwie vor den Füßen von Jannis Heuer, der mit voller Kraft das Leder ins Netz seines noch Arbeitgebers einschub. Voller Euphorie jubelte Heuer ausgerechnet vor den Kaiserslautern Fans. Es schien fast so, als hätte Jannis Heuer noch eine Rechnung mit dem FCK offen.
Aufbäumen der Adlerträger
Erst schien es so, als seien die Preußen durch Heuers Tor erwacht und tauchten noch ein paar Mal gefährlich vor dem Tor der Lauterer auf. Erst Jano ter Horst mit einem saftigen Schuss aufs Tor (23.). Dann Marvin Schulz, welcher in der 28. Spielminute einfach mal alleine von der Mittellinie bis zum Gegnerischen Strafraum und dann auch noch von Links nach Rechts durch den FCK Strafraum drippelt, am Ende aber keine gute Möglichkeit für einen Abschluss Findet. Und zwei Mal “OBM” Oliver Batista Meier der in der ersten Situation (28.) nach einer FCK Ecke ab der Mittellinie fast alleine auf den Gegnerischen Kasten zuläuft und dann den Ball zu dem spät mit laufenden Raschl passt, welcher den Ball aber nicht verwerten kann. Sowie in der zweiten Situation (30.) als Rondic an der FCK Eckfahne den Ball erobert und Batista Meier dann mit dem Ball in den Strafraum läuft und wieder den Ball zu Raschl in den Fünfmeterraum passt, der dann aber knapp an Keeper und Tor scheitert.
Schwächephase vor der Halbzeit
In der 40. Spielminute eroberte Kaiserslautern im Mittelfeld den Ball. Der darauffolgende Angriff schien erst Schnell gestoppt, als Bassette den Ball an Ritter vorbei passte, direkt in die Füße von Marvin Schulz, welcher aber beim Versuch den Ball zu klären zu wenig Kraft nutzte und den Ball perfekt für Bassette steil passt. Dieser nutzte die Chance, zog zum Sprint an und legte die Kugel rüber zu Ritter, der die Chance nutzte und eiskalt verwandelte.
Der erneute Rückschlag war so kurz vor der Halbzeit ein Bruch in der Moral der Mannschaft. Und das wusste der FCK für sich zu nutzen. Denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Lautern noch einmal nach. Joly flankte den Ball von Rechts außen auf dem im Fünfmeterraum freistehenden Bassette. Schenk orientierte sich mittig im Fünfmeterraum. Sein Plan, die Flanke abzufangen, scheiterte, als er plötzlich Bassette direkt neben sich stehen hatte. Dieser köpfte das Rund lässig ins leere Tor ein (45+1).
Schlechte Stimmung
Die Pause nutzten viele SCP „Anhänger“, um ihrer schlechten Laune Luft zu machen. Trainer, System und Mannschaft standen hörbar bei vielen in der Kritik. “9 Spiele ohne Sieg! Andere wären schon längst gefeuert!” – war dabei noch eine der harmlosen Kritiken auf der Tribüne.
Perfekte Zeit, um das Ruder doch noch einmal rum zu reißen und die Miesepeter von sich zu überzeugen, könnte man denken. Doch die zweite Hälfte hatte deutlich weniger zu bieten als Halbzeit eins. Der FCK überließ den Adlern den Ball. Die wussten damit aber größtenteils nichts anzufangen und scheiterten an einer guten Defensive und einem Torwart in bester Verfassung. An einer Fußabwehr des FCK Schlussmann Krahl scheiterte Batista Meier im Eins-gegen-Eins (52.).
Heuer und die offene Rechnung
Erst als gegen Ende der Partie ein langer Schuss von Batista Meier verlängert durch Rondic bei Jannis Heuer ankam und dieser sich dann zum zweiten Mal des Tages in die Torschützenliste eintrug (86.), flammte nochmal Euphorie auf dem Platz und auf den Rängen auf. Und wieder war es “Ausgerechnet” Jannis Heuer, der sich diesmal keine Zeit zum langen Jubeln nahm, sondern Mannschaft und Fans an peitschte nochmal alles zu geben. Und tatsächlich nahm das Spiel jetzt nochmal richtig Fahrt auf. Heuer wechselte seine Position und war fortan Stürmer. Plus Nachspielzeit blieben den Preußen noch 12 Minuten nach dem Treffer.
Immer wieder versuchten die Grünen, die FCK-Defensive zu überlisten. Aber die Lauterer wussten gut die Zeit von der Uhr zu nehmen. Alle SCP Spieler gaben jetzt nochmal vollen Einsatz. Außer einer. Heuer. Denn der gab nicht nur vollen Einsatz, sondern war nahezu besessen hier noch den Ausgleich zu erzielen. Immer wieder Heuer, der aus wirklich allen Positionen sein Glück versuchte. Doch hinten hat jetzt ein Mann gefehlt und das nahmen auch die Spieler des FCK wahr, die jetzt zwar aggressiver zu Kontern und zu Pressen versuchten, aber an der neuen Abwehrformation, ohne Jannis Heuer, keine Chance hatten.
Am Ende reichte die Zeit nicht für einen Ausgleich. Heuers Aufschwung Treffer kam zu spät. Aber diese letzten 12 Minuten haben gezeigt, wie viel Ehrgeiz und Herzblut in der Mannschaft steckt. Es liegt jetzt an Trainer Alexander Ende, die Spieler dazu zu bringen, auch in den 80 Minuten davor diese Eigenschaften zu zeigen.
Am Ende verlor man das Spiel dann doch noch knapp und danach sah es zur Halbzeit nicht aus. Und obwohl auch alle anderen Mannschaften im Keller nicht wirklich gepunktet haben, so verliert man doch 3 Punkte auf Führt (2:1 Sieg gegen Bielefeld) und 1 Punkt zu Dynamo Dresden (0:0 gegen Hannover).
Alle zusammen für Preußen Münster!
Zusammenfassung
…
Stimmen zum Spiel
…
