Münster steht im Westfalenpokal-Halbfinale

2021/2022 - Spielbericht - SC Preußen Münster - SpVgg Erkenschwick - 5:0

Nach den erfolgreichen Pokalpartien gegen den SV Werl-Aspe (12:0), den TuS Tengern (4:1) und den SV Lippstadt (5:2) war im Viertelfinale mit der SpVgg Erkenschwick ein alter Bekannter zu Gast im Preußenstadion. Unter normalen Bedingungen hätte diese Partie vielleicht ein paar Nostalgiker in die Antikarena gelockt und es hätte eine stimmungsvolle Angelegenheit werden können. Dank der neuerlich Corona-Beschränkungen fanden aber nur 721 den Weg auf die eisige Haupttribüne und in den Gästeblock. Das schmale Gästekontingent von 150 Tickets war bereits nach einer Stunde vergriffen, sodass zumindest der Gästeblock offiziell ausverkauft war. Die Fans der Schwarz-Roten konnten sich im stillen Preußenstadion auch des Öfteren Gehör verschaffen, allerdings wurden wohl häufiger Pöbelgesänge gegen unsere Preußen angestimmt, als dass die eigene Mannschaft unterstützt wurde.

Die zweite Reihe bekommt eine Chance

Preußen-Trainer Hildmann kündigte bereits im Vorfeld, dass auch einige Spieler, die zuletzt selten in der Startelf standen, eine Chance bekommen würden. Hierzu gehörten am Mittwoch beispielsweise Simon Scherder, Joshua Holtby oder Jan Dahlke. Mit Marius Mause gab zudem der Kapitän der U23 sein Profi- und Startelfdebüt. Später wurde auch Maxim Schröder eingewechselt, der ebenfalls erstmals für die erste Mannschaft die Fußballschuhe schnüren durfte.

Auf dem Rasen starteten die Adlerträge – wie zuletzt häufig – rasant und erzielten schnell den Führungstreffer. Bereits nach zwei Zeigerumdrehungen köpfte Dahlke den Ball ins Tor, nachdem Luke Hemmerich ihn per Flanke bediente. Ansonsten verlief die erste Hälfte unspektakulär. Die Münsteraner kamen zwar zu einigen wenigen größeren Chancen und auch die Spielvereinigung gelangte hin und wieder in Tornähe, doch ein erwärmendes Spiel war es nicht wirklich. Auf tiefem Boden spielten die Preußen viele unnötige Fehlpässe und die Verteidigung der Erkenschwicker stand überwiegend sicher.

Am Ende wird es deutlich

Nach der Pause trauten sich die Gäste aus der Westfalenliga etwas mehr. Richtig torgefährlich wurden sie zwar nicht, doch phasenweise setzten sie die Adlerträger durchaus unter Druck und mit etwas Glück hätte auch mal ein Ball durchrutschen können. Dies passierte allerdings glücklicherweise nicht und mit der Zeit übernahm der SCP auch wieder klar die Spielkontrolle. Nachdem Farrona Pulido zuvor noch zwei mal am Aluminium scheiterte, konnte er nach 64 Minuten endlich das befreiende 2:0 für die Gastgeber erzielen. Mit diesem Tor war der Widerstand des „David“ gebrochen und sie wussten dem „Goliath“ nicht mehr viel entgegenzusetzen. Deutlich wurde es nach der Einwechslung von Thorben Deters in der 65. Minute. In der Folge erzielte er zwei Tore und auch Jan Dahlke netzte nochmal, sodass das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel.

Am Ende zogen die Preußen also mit einem 5:0 in die nächste Runde ein. Vielleicht war das Ergebnis am Ende 1-2 Tore zu hoch, doch verdient war der Sieg allemal. Im Halbfinale, dass im März ausgetragen werden soll, folgt dann mit Rot-Weiss Ahlen, dem SV Rödinghausen (beide Regionalliga) oder dem SC Verl (3. Liga) ein schweres Spiel. Für eine erneute DFB-Pokal-Teilnahme brauchen wir allerdings noch zwei Siege. Hoffentlich geht das bis dahin wieder mit voller Fan-Unterstützung…

Alle zusammen für Preußen Münster!


Daten zum Spiel

SCP: Schulze Niehues – Mause, Scherder, Hoffmeier, Hemmerich – Remberg (Schröder, 73.), Klann (Kloth, 79.), Holtby – Langlitz (Teklab, 65.), Dahlke, Farrona Pulido (Deters, 65.)
Tore: 1:0 Dahlke (2.), 2:0 Farrona Pulido (64.), 3:0 Deters (67.), 4:0 Dahlke (77.), 5:0 Deters (89.)

Gelbe Karten: Langlitz / Wortmann

Zuschauer: 721

Schiedsrichter: Julian Engelmann


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